Raser kassiert 2.000 € Strafe

Frecher Bleifuß mit Bentley blitzt vor Höchstgericht ab

Ein gut betuchter Bentley-Fahrer kämpfte bis zum Verwaltungsgerichtshof gegen eine Tempo-Strafe und bekam am Ende dennoch ein Bußgeld aufgebrummt.
Christian Tomsits
30.09.2026, 05:30
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Ein kurzer Tritt aufs Gaspedal hatte für Bentley-Fahrer Sixtus (Name geändert) aus Wien-Donaustadt teure Folgen. Der Spross aus vermögenden Verhältnissen war mit seinem Bentayga W12 im Oktober 2024 auf dem Weg zur Familienvilla am nordöstlichen Stadtrand. Laut Polizisten habe er auf der Tangente den Motor des Luxus-Boliden laut aufheulen lassen und sei mit mindestens 150 statt erlaubten 80 Sachen über die Stadtautobahn gebrettert.

Gemessen hätten die Beamten die massive Geschwindigkeitsübertretung allerdings nur mit dem "geschulten Amtsauge" bzw. durch das Nachfahren und gleichzeitige Ablesen des eigenen Tachometers. Das nahm der junge Raser zum Anlass, auch juristisch ordentlich aufs Gas zu treten. Da er meint, nie und nimmer so schnell unterwegs gewesen zu sein, bekämpfte er mit einer Anwalts-Armada die Verkehrsstrafe bis zum Höchstgericht.

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"Die Beamten hatten nämlich eine Dashcam im Fahrzeug, verwendeten diese aber verdächtigerweise nicht", so der Bentley-Fahrer zu "Heute". So diente statt eines Videos lediglich eine krakelige Notiz auf einem Blatt Papier und das Wort der Beamten als Beweis. Doch das war dem Verwaltungsgerichtshof genug: Der Vorwurf, die Kontrolle sei trotz vorhandener technischer Möglichkeit nicht auf Video festgehalten worden, werfe keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung auf, hieß es im Entscheid, der den Raser nun endgültig ausbremst.

"Ich muss jetzt mehr als 2.000 Euro aus eigener Tasche zahlen", jammert der eines Besseren Belehrte reumütig. Während er einen geschäftlichen Erfolg beim Lieblingsitaliener kürzlich mit einer Magnum-Flasche Mionetto feierte, darf er die Strafe nun sogar in Raten abstottern. Zumindest an die Verkehrsregeln will er sich künftig halten…

ct,30.09.2026, 05:30
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