Ein Vorfall in einem Freibad in Oberösterreich sorgt für Aufregung. Ein Bademeister soll kurz vor Badeschluss einen Taser gezogen und sogar einen Stromstoß abgegeben haben. Wenig später war er seinen Job los.
Der Zwischenfall ereignete sich am Freitag gegen 19.30 Uhr im Freibad von Frankenmarkt. Bürgermeister Peter Zieher zeigt sich gegenüber der "Krone" entsetzt: "Ich bin entsetzt, was da passiert ist. Wie ich das Video gesehen hab‘, war ich wirklich schockiert."
Nach Angaben von Zeugen wollte der Bademeister rund eine halbe Stunde vor Badeschluss die letzten Badegäste aus dem Becken schicken. Dabei soll er einen Taser aus der Hosentasche gezogen, ihn hochgehalten und einen Stromstoß in die Luft abgegeben haben.
Ein Badegast schilderte gegenüber der "Krone": "Zuerst ist der Mann herumgegangen und hat zu den Kindern gesagt: ,Geht’s aussi.‘ Dann hat er einen Taser aus der Hosentasche gezogen, ihn hochgehalten und draufgedrückt. Man hat es richtig blitzen gesehen, und auch ein Knistern war zu hören."
Auch die Pächterin des Freibads, Marina R., wurde Zeugin des Vorfalls. "Mein Mann hat sich zu diesem Zeitpunkt am anderen Ende des Bades befunden. Er hat sofort reagiert und ist zu ihm hin. Dieser Helfer ist eigentlich ein zuverlässiger und lieber Mitarbeiter. Er hat sicher nichts getrunken, vielleicht hat er einen Sonnenstich gehabt. Ich glaube, er wollte einen Scherz machen. Als mein Mann ihn gefragt hat, warum er so etwas tut, konnte er keine Antwort geben."
Nach dem Vorfall wurde der Bademeister fristlos entlassen. Bürgermeister Zieher erstattete am Samstag eine Sachverhaltsdarstellung bei der Polizei und sprach gegen den Mann zudem ein Betretungsverbot aus.