Ein schwerer Vorwurf erschüttert derzeit die Sicherheitsakademie (SIAK) in Wels. Nach einer gemeinsamen Feier von Polizeischülern in Linz soll laut "Kronen Zeitung" ein Teilnehmer eine schlafende Kollegin sexuell bedrängt haben. Die 21-Jährige erstattete Anzeige, gegen den Mann wird wegen geschlechtlicher Nötigung nach Paragraf 202 des Strafgesetzbuches ermittelt.
Neun Polizeischüler hatten das Wochenende gemeinsam in Linz verbracht und dort gefeiert. Anschließend übernachtete die Gruppe in einer Wohnung. Drei der Teilnehmer teilten sich ein Zimmer - zwei Männer und eine Frau, berichtet die Tageszeitung.
Nach den bisherigen Ermittlungen war die 21-Jährige zunächst mit einem Kollegen intim. Nachdem dieser das Zimmer verlassen hatte, soll sich laut "Krone" ein anderer Polizeischüler zur schlafenden Frau ins Bett gelegt und versucht haben, sich an ihr zu vergehen. Die Frau wachte während des Übergriffs auf und zeigte den Mann bei der Polizei an.
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Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
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Der Beschuldigte zeigte sich geständig. Intern wurden umgehend Konsequenzen gezogen: Gegen ihn wurden ein Betreuungs- und Waffenverbot verhängt. Außerdem wurde ihm der Waffenpass abgenommen und er erhielt Hausverbot für die Welser Sicherheitsakademie.
Ob der Mann sein Dienstverhältnis selbst beendet oder entlassen wird, war zuletzt noch offen. Bleibt eine Kündigung aus, dürfte der Arbeitgeber die Entlassung aussprechen. Das erklärte die Landespolizei Oberösterreich auf Anfrage der "Krone".
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein weiteres Detail: Der Beschuldigte ist laut der Tageszeitung mit einer Polizistin verheiratet.