"Ja, der X ist halt so"

Chef zwickte jungem Mädchen in den Hintern

Schwere Vorwürfe gegen zwei Mitarbeiter des Landes Kärnten! Eine Jugendliche soll Opfer sexueller Belästigung geworden sein. Die Hintergründe.
André Wilding
24.06.2026, 23:31
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Ein Gerichtsverfahren gegen zwei Mitarbeiter des Landes Kärnten wirft ein Schlaglicht auf den Umgang mit mutmaßlichen Übergriffen innerhalb einer Dienststelle. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat Anklage gegen einen 47-jährigen Lehrlingsbeauftragten und eine 57-jährige Lehrlingsbeauftragte erhoben.

Dem Mann werden laut "Kronen Zeitung" sexuelle Belästigung und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen. Der Frau legt die Staatsanwaltschaft Amtsmissbrauch zur Last. Sie soll trotz Hinweisen auf mögliche Vorfälle nicht eingeschritten sein, berichtet die Tageszeitung.

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Verhalten "distanzlos und unpassend"

In der Anklage wird auch das Arbeitsklima in der betroffenen Abteilung thematisiert. Die Staatsanwaltschaft kritisiert laut dem vorliegenden Akt eine Atmosphäre, in der "übergriffiges Verhalten toleriert und belächelt wurde". Das Verhalten des Vorgesetzten wird darin als "distanzlos und unpassend" beschrieben.

Laut Anklage soll eine damals 17-jährige Lehrling mehrfach mit unangemessenem Verhalten konfrontiert worden sein. Als sie sich darüber beschwerte, sollen Kollegen laut "Krone" geantwortet haben: "Ja, der X ist halt so."

Die Staatsanwaltschaft führt zudem an, dass mehrere Mitarbeiter von einzelnen Vorfällen gewusst haben sollen. Auch deshalb steht nicht nur das Verhalten des Beschuldigten, sondern der generelle Umgang mit den Vorwürfen im Fokus des Verfahrens.

"Bin schockiert"

Der Rechtsanwalt der jungen Frau, Gustav Ortner, lobt in der "Krone" die Ermittlungen der Behörden: "Als Opfervertreter bin ich froh, dass man wirklich bestrebt war, im Ermittlungsverfahren alles sehr sachlich und umfassend aufzuklären."

Gleichzeitig äußert er in der Tageszeitung auch scharfe Kritik am Umgang mit den Vorwürfen: "Aber ich bin auch nach über 20-jähriger Berufserfahrung schockiert, wie beim Land der Deckmantel des Schweigens darüber gebreitet wurde."

Laut den Unterlagen soll die Betroffene ihre Anzeige erst mehr als ein Jahr nach den mutmaßlichen Vorfällen eingebracht haben. Als Grund wird angeführt, dass ihr zunächst der Eindruck vermittelt worden sei, selbst etwas falsch gemacht zu haben.

"Das Mädchen ist 15 Jahre alt"

Erst als sie erfahren habe, dass eine weitere junge Mitarbeiterin in eine ähnliche Situation geraten sein soll, habe sie sich laut "Krone" zur Aussage entschlossen. Dazu wird sie mit den Worten zitiert: "Für mich war nun klar, dass ich jetzt aussagen muss. Das Mädchen ist 15 Jahre alt und ich möchte das nicht für sie."

Die Vorwürfe werden nun vor Gericht zu klären sein – es gilt die Unschuldsvermutung.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 25.06.2026, 05:07, 24.06.2026, 23:31
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