Trauriges Ende eines großen Projektes: Über das Vermögen der "SAPPL 51 GmbH" wurde am Landesgericht Klagenfurt diese Woche ein Konkursverfahren eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Antrag auf rund 967.220 Euro.
Die Gesellschaft wurde 2020 gegründet und hatte ein klares Ziel: Ein bestehendes Gebäude in Millstatt am See mit acht Wohneinheiten sollte generalsaniert und um Carports ergänzt werden. Doch das Projekt geriet ins Stocken.
Der Verkaufsstart für die Wohnungen erfolgte laut Antrag im November 2025. Zwar habe es zahlreiche Anfragen und mehrere Besichtigungen gegeben, zu einem Kaufabschluss sei es jedoch bis Ende März 2026 nicht gekommen.
Als Grund nennt die Schuldnerin die Unsicherheit vieler Interessenten. "Man weiß nicht, wohin sich der Markt entwickelt – demzufolge werden Investitionen zurückgehalten."
Dazu sei die Vermarktung des Projekts erschwert worden. Laut Antrag habe sich das sanierungsbedürftige Gebäude für potenzielle Käufer nur schwer als künftig "neuwertiges ansprechendes Haus" darstellen lassen.
Um das Projekt dennoch voranzutreiben, wurde eine vorgezogene Generalsanierung ins Auge gefasst. Eine Bank stellte eine Finanzierung zunächst in Aussicht, verlangte dafür aber zusätzliches Eigenkapital.
Am Ende kam die Finanzierung jedoch nicht zustande. Laut Aussendung wurde der Kredit seitens der Bank abgelehnt.
Damit fehlte dem Projekt offenbar die notwendige finanzielle Grundlage für die weitere Umsetzung.
Von der Insolvenz sind zwölf Gläubiger betroffen. Dienstnehmer gibt es keine. Ob das Unternehmen weitergeführt werden soll oder ein Sanierungsplan geplant ist, geht aus dem Antrag nicht hervor.