Es war ein kurzer Schock für die Schüler des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums in Klagenfurt: Am Montag wurde gegen 15.25 Uhr plötzlich Amok-Alarm ausgelöst, berichtet die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf die Bildungsdirektion Kärnten.
Ein Großeinsatz von Polizei, Cobra und der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) war die Folge. Am Ende entpuppte sich jedoch alles als Versehen. Genauer gesagt löste den Alarm eine Lehrerin aus, die sich zu jenem Zeitpunkt gar nicht im Gebäude aufhielt.
Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Schule über eine eigene Notfall-Kommunikations-App (NoKo-App) verfügt. Mit dieser können per Fingertipp Push-Alarme an alle im Verteiler befindlichen Personen verschickt werden – auch wenn das Smartphone nicht entsperrt ist.
So passierte es auch der Pädagogin. Eigentlich hatte sie in ihrer Handtasche nach einem Schlüssel gesucht, dabei dürfte sie den Alarm ausgelöst haben. Das Problem: Auch die Kinder bekamen die Meldung auf ihre Handys. Sie kontaktierten daraufhin ihre Eltern, diese wiederum die Polizei.
Die Lehrkräfte vor Ort hätten zum Glück schnell reagiert und die Sicherheitsmaßnahmen vorbildlich umgesetzt. Nach fünf habe der Einsatz wieder storniert werden können. Cobra und SIG konnten somit wieder umdrehen. Einige Polizisten begaben sich dennoch zur Schule, um die Situation vor Ort aufzulösen.
Sie seien erst um 18.30 Uhr wieder abgerückt. Die im Gebäude anwesenden Personen wurden unterdessen von der Schulleitung über den Fehlalarm informiert. Trotzdem werde der Vorfall an der Schule ernst genommen. Schüler, die es benötigen, können schulpsychologische Betreuung in Anspruch nehmen.