Nur 4 Minister sagten "Nein"

Freimaurer-Wirbel! FPÖ ortet "geheime Machtzirkel"

Nur vier Minister haben eine Mitgliedschaft bei den Freimaurern ausdrücklich ausgeschlossen. FP-General Hafenecker kündigt weitere Nachforschungen an.
12.10.2026, 15:18
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Werden Österreichs Regierungsgeschäfte auch in geheimen Zirkeln beeinflusst? Diese Frage wirft jetzt FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker auf. Hintergrund sind parlamentarische Anfragen zu möglichen Freimaurer-Mitgliedschaften von Regierungsmitgliedern. Wie von "Heute" berichtet, haben lediglich vier Minister eine Zugehörigkeit ausdrücklich verneint. Für den Freiheitlichen ist das zu wenig.

Ihre Mitgliedschaft explizit verneint haben nur folgende vier Minister:

  • Beate Meinl-Reisinger, Außenministerin (Neos)
  • Gerhard Karner, Innenminister (ÖVP)
  • Norbert Totschnig, Landwirtschaftsminister (ÖVP)
  • Wolfgang Hattmannsdorfer, Wirtschaftsminister (ÖVP)

"Ganz bewusst etwas verborgen"

Hafenecker erhebt schwere Vorwürfe gegen die Dreierkoalition: "Dass sich die Verlierer-Ampel über Verflechtungen mit den Freimaurern weitgehend in Schweigen hüllt und nur vier Minister eine Mitgliedschaft in diesem Geheimbund explizit verneinen, erhärtet den Verdacht, dass hier ganz bewusst etwas vor der Bevölkerung unter der Decke verborgen werden soll."

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Der FPÖ-General vermutet dahinter mehr als bloße Zurückhaltung. "Das würde auch ganz ins Bild dieses mächtigen Netzwerks passen, das vom Agieren im Geheimen lebt."

Mysteriöser Geheimbund: Was sind Freimaurer?

Die Freimaurer sind eine weltweit verbreitete Bruderschaft, deren Wurzeln bis zu den mittelalterlichen Steinmetzgilden zurückreichen. Sie organisieren sich in sogenannten Logen und setzen sich für Freiheit, Toleranz, Menschlichkeit und persönliche Weiterentwicklung ein. Ihre Rituale und Erkennungszeichen sind teilweise geheim, weshalb sich zahlreiche Mythen um den Bund ranken. Die moderne Freimaurerei entstand 1717 in London. Weltweit gehören ihr mehrere Millionen Menschen an.

FPÖ will weiter nachbohren

Für Hafenecker ist die Sache damit nicht erledigt. Er kündigt weitere Nachforschungen an: "Wir werden hier keinesfalls locker lassen, sondern nehmen diese Auskunftsverweigerungen als Ansporn, weiter nachzubohren."

Seine Forderung: "Die Österreicher haben ein Recht auf volle Transparenz darüber, ob an der Spitze von Regierung und Staat geheime Machtzirkel mitmischen oder gar die Fäden ziehen".

Besonders SPÖ im Visier

Besonders auffällig findet der FPÖ-Politiker das Antwortverhalten der Sozialdemokraten. "Auffällig ist jedenfalls, dass sämtliche SPÖ-Regierungsmitglieder die Auskunft über eine allfällige Mitgliedschaft bei den Freimaurern verweigern."

Hafenecker verweist dabei auf Verbindungen zwischen SPÖ-Politikern und Freimaurerlogen, die seit Jahrzehnten behauptet werden. Auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil habe laut dem Freiheitlichen im Buch „Hausverstand. Mein Leben, meine Politik" eine entsprechende Passage geliefert.

Abschließend stellt Hafenecker eine provokante Frage: "Warum fällt es einem Minister schwer, die Frage nach einer Mitgliedschaft bei den Freimaurern mit 'Nein' zu beantworten, wenn er oder sie dort kein Mitglied ist?"

red, Akt. 12.10.2026, 15:21, 12.10.2026, 15:18
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