Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz ist am Sonntag in den frühen Morgenstunden überraschend in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Wie NTV berichtet, reiste der CDU-Chef mit einem Sonderzug an. Begleitet wird er von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Delegation mit Unternehmern aus der Rüstungs- und Energiebranche.
Merz will bei dem Besuch die weitere Unterstützung Deutschlands für die von Russland angegriffene Ukraine bekräftigen. Geplant sind unter anderem weitere Militärhilfen. Dabei geht es auch um Abfangdrohnen und Waffen mit größerer Reichweite.
Russland hatte ausländische Staatsbürger und Diplomaten erst am Samstag ausdrücklich vor Aufenthalten und Reisen in die Ukraine gewarnt. Wer diese Warnung ignoriere, trage selbst die Verantwortung für mögliche Folgen, hieß es aus Moskau.
Merz hält dennoch an seinem Kurs fest. Bereits am Donnerstag hatte er angekündigt, dass Deutschland bei der Unterstützung der Ukraine nicht nachlassen werde.
Die Reise findet in einer angespannten Sicherheitslage statt. Russland hat seine Angriffe auf ukrainische Städte zuletzt verstärkt. Auch Kiew wird immer wieder mit Raketen und Drohnen angegriffen.
Für Merz ist es bereits der zweite Besuch in der Ukraine seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler.