Alarm während des überraschenden Besuchs von Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz in Kiew: Die ukrainische Hauptstadt ist erneut Ziel eines Drohnenangriffs geworden.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte auf Telegram, dass die Straße bei der Nordbrücke getroffen worden sei. Rettungskräfte seien auf dem Weg. Bilder vom Ort zeigen ein Loch in der Fahrbahn der Brücke.
Merz war erst am frühen Morgen überraschend in Kiew eingetroffen. Begleitet wird der 70-Jährige von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Wirtschaftsdelegation.
Der Kanzler will der Ukraine bei seinem Besuch weitere umfangreiche Militärhilfe zusagen. Deutschland will unter anderem Tausende Abfangdrohnen liefern und die Unterstützung für das von Russland angegriffene Land fortsetzen.
Besonders brisant: Erst wenige Stunden vor Merz' Ankunft hatte Russland ausländische Staatsbürger und Diplomaten vor einem Aufenthalt in der Ukraine gewarnt. Sie sollten sich insbesondere von militärischen Einrichtungen und Regierungsgebäuden fernhalten.
Merz hielt dennoch an seiner Reise fest. Bereits zuvor hatte er erklärt, dass sich Deutschland trotz russischer Angriffe nicht von der Unterstützung der Ukraine abbringen lassen werde.
Der neuerliche Drohnenangriff zeigt unmittelbar während des Kanzler-Besuchs, wie angespannt die Sicherheitslage in Kiew weiterhin ist.