Pleite in Europa League

Frust bei den Sturm-Stars: "Selbst wehgetan"

Sturm Graz kassierte in der Europa League einen bitteren Rückschlag, verlor zu Hause gegen Celje. Danach waren die Spieler äußerst selbstkritisch.
06.11.2026, 07:42
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Frust pur bei Sturm Graz! Nach der bitteren 2:3-Heimniederlage gegen NK Celje in der Europa League herrscht bei den Steirern große Enttäuschung. Statt eines wichtigen Schritts Richtung K.-o.-Phase setzte es den nächsten Rückschlag. Trainer Fabio Ingolitsch und seine Spieler gingen nach dem Schlusspfiff hart mit der eigenen Leistung ins Gericht.

"Wir haben sehr viel für dieses Spiel investiert und sind nicht dafür belohnt worden", ärgerte sich Ingolitsch. Besonders die mangelnde Chancenverwertung brachte den Sturm-Coach auf die Palme. "Die Effizienz und Konsequenz haben gefehlt. Am Ende steht es 2:3, und deshalb tut es sehr weh." Sein bitteres Fazit: "Wenn du in einem Europa-League-Spiel so viele Chancen hast und nicht gewinnst, liegt es nur an dir selbst."

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Dabei hatten die Grazer gegen den slowenischen Meister über weite Strecken das Spiel bestimmt. Doch schwere Abwehrfehler ermöglichten Celje drei Treffer. Selbst ein Doppelpack von Oumar Diakite reichte nicht für einen Punktgewinn. Besonders bitter: Der zweite Treffer des Sturm-Angreifers fiel erst in der Nachspielzeit.

"Selbst wehgetan"

Auch Jürgen Heil fand deutliche Worte. "Wir haben uns selbst wehgetan. Ich glaube, dass alle drei Gegentore vermeidbar waren", erklärte der Sturm-Profi. Die verpasste Gelegenheit schmerzt besonders: "Wir haben eine riesige Chance verpasst, einen großen Step in diesem Bewerb zu machen."

Verteidiger Paul Koller schlug in dieselbe Kerbe. "Wir haben zu einfache Gegentore bekommen und über weite Strecken des Spiels dominiert", analysierte er. Immerhin hob er die Moral seiner Mannschaft hervor: "Keiner hat in dieser Situation aufgegeben, das hat man in der zweiten Hälfte gemerkt."

Am deutlichsten wurde Kapitän Jon Gorenc Stankovic: "Wir haben uns die Gegentore selbst geschossen." Sturm habe den Gegner zurückgedrängt und genügend Möglichkeiten vorgefunden, daraus aber zu wenig gemacht. "Es war nicht gut genug. Wir müssen aber sagen, dass nicht alles schlecht war." Mit nur vier Punkten aus vier Spielen stehen die Grazer auf Rang 24 der Europa-League-Tabelle und damit gerade noch auf einem Play-off-Platz.

red, 06.11.2026, 07:42