Salzburg verliert

ÖFB-Keeper knallhart: "Einfach dumm von mir"

Salzburg-Keeper Christian Zawieschitzky parierte beim 0:2 bei Anderlecht in der Europa League stark, ärgerte sich aber über das erste Gegentor.
06.11.2026, 07:24
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Bitterer Abend für Christian Zawieschitzky! Der 19-jährige Salzburg-Tormann musste sich mit den Bullen in der Europa League bei Anderlecht mit 0:2 geschlagen geben. Obwohl der ÖFB-Teamgoalie mit mehreren starken Paraden eine höhere Niederlage verhinderte, ging er nach dem Schlusspfiff hart mit sich selbst ins Gericht.

Besonders das erste Gegentor ärgerte den jungen Tiroler. In der 20. Minute zirkelte Anderlechts Ludwig Augustinsson einen Freistoß aus rund 20 Metern über die Salzburger Mauer ins Tor. Zawieschitzky blieb wie angewurzelt stehen und musste mitansehen, wie der Ball neben ihm unter der Latte einschlug.

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"Einfach dumm von mir"

"Ich habe gedacht, dass der eine mit Rechts ins Tormann-Eck schießt, ich habe spekuliert", erklärte der Keeper nach dem Spiel. Sein Urteil fiel gnadenlos aus: "Er ist auf jeden Fall haltbar. Es war einfach dumm von mir."

Trainer Danny Röhl wollte seinem Schlussmann dagegen keinen großen Vorwurf machen. Der Deutsche sah einen stark geschossenen Freistoß und ärgerte sich vielmehr über das unnötige Foul von Frans Krätzig vor dem Gegentreffer. Insgesamt erwischten die Salzburger einen rabenschwarzen Start. In der gesamten ersten Halbzeit gelang ihnen kein einziger Torschuss. "Das Beste vor der Pause war das Ergebnis, dass es nur ein 0:1 war", gestand Röhl.

Zawieschitzky bewahrte seine Mannschaft mit mehreren Glanzparaden vor einem höheren Rückstand. Erst in der 90. Minute musste er sich bei einem Konter durch Marten Winkler erneut geschlagen geben. Trotzdem wollte der 19-Jährige seine Leistung nicht schönreden: "Am Ende habe ich Tore gefressen, da kann man nichts schönreden." Kapitän Haris Tabakovic stellte hingegen klar: "Es war eine absolut verdiente Niederlage."

Für Zawieschitzky geht es trotz der Enttäuschung bald mit dem ÖFB-Team weiter. Nach seinem Debüt gegen den Kosovo, für das er von Teamchef Ralf Rangnick Sonderlob erhielt, steht der Salzburger auch für die Länderspiele gegen Irland und Israel im Kader. Große Ansprüche stellt er nicht: "Ich bin froh, dass ich dabei bin. Wenn ich spielen kann, ist es super, wenn nicht, bin ich einfach dankbar, mittrainieren zu dürfen."

red, 06.11.2026, 07:24