Bitterer Europacup-Abend für Österreich! Sowohl Sturm Graz als auch Red Bull Salzburg mussten am Donnerstag in der Europa League Niederlagen einstecken. Während die Grazer zu Hause gegen NK Celje mit 2:3 unterlagen, gingen die Salzburger bei Anderlecht mit 0:2 als Verlierer vom Platz. Für beide Klubs wird die Luft im Kampf um den Aufstieg dünner.
Besonders bitter verlief der Abend für Sturm. Die Mannschaft von Trainer Fabio Ingolitsch war gegen Celje über weite Strecken überlegen, brachte sich aber durch schwere Fehler selbst in Bedrängnis. Nach einer missglückten Kopfballrückgabe von Valmir Matoshi brachte Svit Seslar die Slowenen in Führung (29.). Oumar Diakite glich zwar aus (40.), doch Benjamin Verbic stellte noch vor der Pause auf 2:1 für die Gäste (45.).
Nach Seitenwechsel drängten die Grazer auf den Ausgleich, doch erneut schlug Celje zu. Seslar schnürte in der 73. Minute seinen Doppelpack. Diakites zweiter Treffer in der Nachspielzeit (93.) kam zu spät. Sturm ist damit seit vier Pflichtspielen sieglos. "Wir haben uns die Gegentore selbst geschossen", ärgerte sich Kapitän Jon Gorenc Stankovic.
Noch enttäuschender präsentierte sich Salzburg in Belgien. Die Mannschaft von Trainer Danny Röhl fand gegen Anderlecht lange überhaupt nicht ins Spiel. Ludwig Augustinsson brachte die Hausherren mit einem Freistoß in Führung (20.). In der gesamten ersten Halbzeit gelang den Bullen kein einziger Torschuss – ein Novum in Salzburgs Europa-League-Geschichte.
Nach der Pause steigerten sich die Salzburger zwar, wirklich gefährlich wurden sie aber nur selten. Torhüter Christian Zawieschitzky verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand, ehe Marten Winkler in der 90. Minute nach einem Konter den 2:0-Endstand fixierte. "Es war eine absolut verdiente Niederlage. Die erste Halbzeit war sehr schlecht von uns", stellte Salzburg-Kapitän Haris Tabakovic klar.
In der Tabelle halten beide österreichischen Vertreter nach vier Spieltagen bei jeweils vier Punkten. Sturm liegt auf Rang 24 und damit gerade noch auf einem Play-off-Platz, Salzburg steht dahinter. Am 26. November müssen die Bullen gegen Ararat-Armenia dringend punkten. Auch für Sturm wird der Kampf um den Einzug in die K.-o.-Phase immer schwieriger.