Andrea Kimi Antonelli führt die Fahrer-WM in der Formel 1 an, Teamkollege George Russell ist Zweiter – bisher sind die beiden Mercedes-Piloten der Konkurrenz auf und davon gefahren. Doch im Qualifying zum Grand Prix von Bahrain in Malaysia setzte es einen Rückschritt für die "Silberpfeile".
Antonelli betrieb im einzigen Versuch in Q3 noch Schadensbegrenzung, wurde Vierter und verlor eine halbe Sekunde auf Pole-Setter Max Verstappen im Red Bull. Zuvor war dem Italiener in Q2 eine Runde wegen eines Tracklimit-Vergehens gestrichen worden. Russell landete derweil gar nur auf Platz acht (+0,741). Durch die Motorenstrafe gegen den drittplatzierten Isack Hadjar, der um fünf Positionen zurückversetzt wird, werden beide in der Startaufstellung aber um einen Platz aufrücken.
Für Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist das aber nur ein schwacher Trost. Der Wiener gab sich unmittelbar nach dem Qualifying ernüchtert, enttäuscht, ja beinahe besorgt.
"Wir haben ein Upgrade auf das Auto gegeben, das überhaupt nicht funktioniert. Wir verlieren auf allen Geraden. Das heißt, wir haben zu viel Luftwiderstand – etwas, das so nicht absehbar war", erklärte Wolff mit ernster Miene bei "Servus TV". Man habe nun "einige Hausaufgaben zu machen", so der Mercedes-Teamchef. Ein, zwei Zehntel wären vielleicht noch drinnen gewesen, meinte Wolff, "aber die Verstappen-Zeit hätten wir nicht erwischt".
Nun bleibt aber die Frage, wie Mercedes mit dieser Situation umgeht. "Ich sehe keine Chance, wenn auf den Geraden so viel fehlt wie bei uns", haderte der Teamchef. Die Vorgabe für den Samstag nun: "Verstehen, was passiert ist."
Der Große Preis startet am Sonntag um 9 Uhr österreichischer Zeit.