Seit Mitte April können Autofans den neuen Mercedes-Benz VLE bestellen – den elektrischen Großraum-Van gibt es in sechs verschiedenen Varianten. Doch wer zuschlagen will, sollte vorher genau hinschauen. Das Problem: Drei der sechs Modelle wiegen mehr als 3,5 Tonnen. Damit sprengen sie die Gewichtsgrenze für den normalen B-Führerschein. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei stolzen 3,7 Tonnen.
Wie "Chip" berichtet, sind folgende Varianten betroffen: der "Vielseitige", der "stilvolle Innovator" und der "Grand Exklusive". Die ersten beiden sind als 6- oder 7-Sitzer mit Komfortausstattung erhältlich, die letztere als 7-Sitzer mit Grand Komfort. Auf EU-Ebene ist das Problem bekannt. Es gibt bereits konkrete Pläne, die Gewichtsgrenze für die Führerscheinklasse B anzuheben – auf bis zu 4,25 Tonnen, bei Elektroautos bis 5 Tonnen.
Wie Mercedes klarstellt, ist Österreich nicht betroffen, da hierzulande zum Marktstart "ausschließlich Varianten mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen angeboten" werden, heißt es von einer Unternehmenssprecherin. "Die 3,7‑Tonnen‑Varianten sind aufgrund nationaler rechtlicher Rahmenbedingungen vorerst nicht verfügbar."
"Fahrzeuge mit einer höchstzulässigen Gesamtmasse von über 3,5 Tonnen unterliegen in Österreich aktuell unter anderem einer erweiterten Führerscheinpflicht (Klasse C1/C), speziellen Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie der kilometerabhängigen GO‑Maut. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich Mercedes‑Benz Österreich zum Marktstart bewusst auf die 3,5‑Tonnen‑Ausführungen, um Kundinnen und Kunden ein uneingeschränkt alltagstaugliches Angebot zu bieten", so die Stellungnahme.