Christian Horner hat offenbar wieder Lust auf die Formel 1. Der ehemalige Red-Bull-Boss kann sich nach 21 Jahren an der Boxenmauer ein Comeback vorstellen – stellt dafür normalerweise aber eine entscheidende Bedingung. Für Ferrari würde er diese allerdings über Bord werfen.
Denn ein einfacher Job als Teamchef soll dem 52-Jährigen eigentlich nicht mehr reichen. Sollte Horner ein neues Formel-1-Projekt übernehmen, will der Brite nicht nur Angestellter sein, sondern auch am Team beteiligt werden – so wie es auch sein Dauer-Rivale Toto Wolff als Mercedes-Miteigentümer ist. Der Nebeneffekt: Horner könnte dann nicht einfach so entlassen werden, wie es ihm im Juli 2025 bei Red Bull passierte.
Doch ausgerechnet beim berühmtesten Rennstall der Formel 1 würde Horner eine Ausnahme machen. Für Ferrari wäre er offenbar bereit, auf eine Beteiligung zu verzichten und auch wieder als einfacher Teamchef zu arbeiten.
Damit wird deutlich, welchen Stellenwert die Scuderia für den langjährigen Red-Bull-Teamchef besitzt. Nach mehr als zwei Jahrzehnten in verantwortlicher Position müsste ein neues Projekt Horner normalerweise auch unternehmerisch reizen – Ferrari allein könnte ihn offenbar auch ohne diesen zusätzlichen Anreiz überzeugen. "Ferrari ist die größte Marke in der Formel 1. Es ist der Traum. In dieser Phase meines Lebens gibt es nur ein Team, bei dem ich akzeptieren würde, nicht als Miteigentümer beteiligt zu sein", sagte der Brite gegenüber der "Times".
Ob ein Comeback in der Formel 1, und das auch noch bei Ferrari, tatsächlich denkbar ist? Das ist offen. Die Scuderia hat mit Fred Vasseur eigentlich einen Teamchef. Der ist aber freilich in den letzten Monaten durchaus in die Kritik geraten. Und über all dem schwebt die Tatsache, dass sich Horner und Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton womöglich nicht allzu gut verstehen würden.