Unfassbarer Eklat im internationalen Fußball! Weil der Profi Montader Madjed (21) eine Einladung zur irakischen Nationalmannschaft abgelehnt hat, droht ihm ein Fußballfunktionär öffentlich mit dem Tod. Die schockierenden Aussagen sorgen für Empörung. Der irakische Fußballverband fordert bereits rechtliche Konsequenzen.
"Wer den Namen meines Landes nicht respektiert, den lasse ich hinrichten", erklärte Adi al-Rubaie, Vorstandsmitglied des irakischen Vereins Al-Shorta, beim Fernsehsender Dijlah. Als er gefragt wurde, ob diese Reaktion nicht völlig übertrieben sei, legte der Funktionär sogar nach: "Nein, sie ist nicht übertrieben."
Der irakische Fußballverband reagierte entsetzt auf die Aussagen. Verbandssprecher Ahmed Al-Falluji verurteilte die Drohung laut dem schwedischen Portal "Swed24" scharf: "Das ist abscheulich, und gegen die Person, die diese Aussage gemacht hat, müssen rechtliche Schritte eingeleitet werden." Ob tatsächlich bereits ein Verfahren eingeleitet wurde, ist nicht bekannt.
Auslöser des Wirbels ist Madjeds Absage für die bevorstehende Länderspielpause. Der 21-jährige Stürmer steht seit 2022 beim schwedischen Erstligisten Hammarby IF unter Vertrag. Er besitzt die schwedische und die irakische Staatsbürgerschaft, spielte früher für schwedische Nachwuchsauswahlen und entschied sich 2023 für das irakische Nationalteam.
Warum er die aktuelle Einladung ausgeschlagen hat, ließ Madjed offen. "Ich bin mit dem Irak in einer schwierigen Situation und noch ist nicht alles geklärt. Im Moment habe ich dazu nichts zu sagen", erklärte er gegenüber dem schwedischen Portal "Fotbollskanalen". Auch sein Verein Hammarby äußerte sich zunächst nicht zu den Drohungen.
Bereits zuvor hatte es Spannungen zwischen dem Angreifer und dem irakischen Verband gegeben. Anfang des Jahres war ein Video aufgetaucht, in dem sich Bekannte des Spielers über die Nationalmannschaft lustig machten. Madjed räumte später eigene Fehler ein, zeigte sich aber enttäuscht darüber, nicht für den WM-Kader berücksichtigt worden zu sein. Nun ist der Streit um seine Nationalteam-Zukunft durch die öffentliche Todesdrohung völlig eskaliert.