Jesus de Miguel

Gänsehaut-Gedenken an toten Fußballer in allen Stadien

Jesus de Miguel ist am Dienstag an den Folgen eines Zusammenstoßes auf dem Rasen verstorben. Ganz Spanien nimmt nun rührend Abschied
06.11.2026, 13:50
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Der tragische Tod von Jesus de Miguel (30) bewegt ganz Spanien. Am kommenden Wochenende wird der Fußball in sämtlichen Stadien des Landes für einen Moment zur Nebensache. Mit Schweigeminuten, besonderen Trikots und einer emotionalen Spielunterbrechung wollen Vereine, Spieler und Fans gemeinsam Abschied vom verstorbenen Stürmer nehmen.

Die spanische Profiliga LaLiga, der Fußballverband RFEF und die Frauenliga Liga F haben dafür ein gemeinsames Gedenkprotokoll beschlossen. Vor den Spielen sollen die Akteure beider Mannschaften gemeinsam auf den Rasen kommen – alle mit der Rückennummer 9 und der Aufschrift "Siempre en nuestro recuerdo" („Für immer in unserer Erinnerung“). Anschließend bilden sie mit den Schiedsrichtern einen Halbkreis in etwa an der Stelle, an der der tragische Zusammenstoß in Teneriffa passierte, legen Blumen nieder und halten eine Schweigeminute ab. Auf den Stadionleinwänden wird dabei ein Bild des Verstorbenen gezeigt.

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Spielunterbrechung für toten Fußballer

Besonders emotional soll es während der Partien werden. In der neunten Spielminute unterbrechen die Schiedsrichter die Begegnungen. Die Zahl steht für die Rückennummer, die de Miguel bei CD Teneriffa getragen hatte. Während der Unterbrechung wird erneut eine Gedenkbotschaft eingeblendet, Spieler und Zuschauer sollen gemeinsam applaudieren. Erst danach rollt der Ball weiter.

Der 30-jährige Angreifer war am Montag beim Spiel gegen den FC Andorra nach einem Zusammenstoß mit Torhüter Jesus Owono zusammengebrochen. De Miguel hatte einen heftigen Schlag gegen die Brust erlitten und einen Herzstillstand erlitten. Trotz medizinischer Versorgung starb er am Dienstag im Krankenhaus. Eine vorläufige Obduktion ergab ein unfallbedingtes Brustkorbtrauma als Todesursache. Am Donnerstag wurde der Fußballer nach einer Trauerfeier in seiner Heimat Navahermosa bei Toledo beigesetzt.

Gedenkfeier im Stadion

Ein weiterer bewegender Abschied ist für Samstag um 18 Uhr im Estadio Heliodoro Rodríguez Lopez auf Teneriffa geplant. Fans und Inselbewohner sind eingeladen, gemeinsam ihres verstorbenen Spielers zu gedenken. Die Veranstaltung wird auch im Fernsehen übertragen, damit möglichst viele Menschen daran teilnehmen können.

Für eine besondere Geste sorgt ausgerechnet der Erzrivale UD Las Palmas. Präsident Miguel Angel Ramirez, Trainer Albert Sanchez und mehrere Spieler werden bei der Gedenkfeier dabei sein. Die sportliche Rivalität tritt angesichts der Tragödie völlig in den Hintergrund. Unter dem Motto "Für immer in unserer Erinnerung" setzt der spanische Fußball ein gemeinsames Zeichen der Trauer und Solidarität.

red, 06.11.2026, 13:50