Anfang Juli erlitt Gasser beim Surfen eine Schulterluxation. Die warf die Kärntnerin weit zurück. Erst in der kommenden Woche wird Gasser auf dem Hintertuxer Gletscher wieder auf Schnee trainieren – dann zum ersten Mal nach rund einem halben Jahr, musste die zweifache Olympiasiegerin im Big Air die letzte Saison doch aufgrund einer Sprunggelenkszerrung vorzeitig beenden. In den letzten Wochen war die Reha im Fokus.
Die Saisonplanung ist schon weit fortgeschritten, der Fokus bereits jetzt auf die Olympischen Winterspiele in Norditalien gelegt. Und deshalb machte sie schon jetzt eine Ansage: "Es sind ganz sicher die letzten Olympischen Spiele", so die 34-Jährige. Gasser schob danach an, dass sie sich ähnlich schon 2022 geäußert hatte: "Das habe ich nach Peking auch schon gesagt, dass ich mal schaue, ob es weitergeht. Aber ich bin jetzt schon in einem Alter, wo es mit Olympia aus ist. Noch einmal vier Jahre, das wird nichts", lachte die Kärntnerin.
Umso mehr hat die Vorbereitung auf die Medaillenjagd im Zeichen der fünf Ringe schon angefangen. "Es ist ein Zuckerl oben drauf und ich würde gerne dort noch einmal schönes Snowboarden zeigen", schmunzelte Gasser, die aber freilich auch die Medaillen im Blick hat. Und dafür vor allem bei den Tricks zulegen muss. "Wenn ich nichts draufsetze, habe ich keine Chance. Da bin ich Realist. Ich weiß, was ich brauche, um vorne dabei zu sein. Das, was ich jetzt kann, wird nicht reichen. Ich weiß, dass ich einen 14er brauchen werde, um eine Medaille zu holen", führte Österreichs Snowboard-Queen weiter aus. Ein 16er, also ein 1.440-Grad-Sprung, sprich die vierfache Drehung um den Körper. "Ich muss in diesen Klub aufschließen. Das ist die Mission für die nächsten Monate", meinte die Kärntnerin.
Umso mehr schmerzt die im Juli erlittene Schulterverletzung. Gassers Konkurrentinnen hätten zwei Monate Vorsprung, ist die 34-Jährige überzeugt. Immerhin: Sie selbst habe den 14er-Sprung letzte Saison bereits auf dem Airbag trainiert, aber noch nie auf dem Schnee landen können. Nun werde auch die Schulter ausgetestet, die brauche Gasser bei jedem Sprung. "In unserem Sport spielt auch der Kopf mit. Man muss fit sein, um sich zu trauen, die Sprünge zu machen", erklärte die Freestyle-Snowboarderin.