Sonniger Start mit Stadträtin

Gartln boomt in Wien– hier gibt's leistbare Kleingärten

49 Familien starten in Wien in die erste volle Gartensaison – nach fast 10.000 Anmeldungen im Vorjahr. Das neue Gartenjahr ist nun eröffnet!
Wien Heute
20.04.2026, 08:01
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Nicht nur Handarbeiten boomt – auch Gartln liegt derzeit voll im Trend. Das merkt man auch bei dem Run auf die Wiener Stadtgartln in Floridsdorf und in der Donaustadt. Nach dem Start im Sommer 2025 mit knapp 10.000 Anmeldungen gehen jetzt 49 Familien in ihr erstes komplettes Gartenjahr. Die Stadt nutzt damit brachliegende Flächen und stellt Familien ein eigenes Stück Grün zur Verfügung – leistbar und mitten in der Stadt.

"Gartenglück zum kleinen Preis"

Zum Auftakt der neuen Saison stand vor allem eines im Mittelpunkt: das Miteinander. Am Wochenende wurde nun bei einer gemeinsamen Gartenjause gefeiert. Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SP) war vor Ort und betonte: "Die Wiener Stadtgartln bieten Gartenglück zum kleinen Preis und sind gleichzeitig gelebte Nachbarschaft. Denn garteln verbindet und fördert das Miteinander. Die Erholung in der Natur und das Bestellen eines eigenen Gartens ist für viele Wienerinnen und Wiener eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen. Mit den Wiener StadtGartln ist es gelungen, stadteigenen Flächenreserven zu aktivieren und so den Wienerinnen und Wiener direkt und individuell zur Verfügung zu stellen, um ihrem liebsten Hobby nachzugehen"

Stadträtin Elke Hanel Torsch (SP): Start ins neue Gartenjahr.
Stadt Wien

Immer wieder neu vergeben

Wichtig dabei sei, dass die Gärten zu leistbaren Konditionen angeboten werden und nach einer festgelegten Zeit neu vergeben werden, damit möglichst viele Wienerinnen und Wiener die Möglichkeit haben, ihr eigenes Grün zu hegen und zu pflegen.

Lebendige Gemeinschaft

Schon im ersten Sommer hat sich rund um die Parzellen eine lebendige Gemeinschaft entwickelt. Es wurde gegartelt, gegrillt und gemeinsam Zeit im Grünen verbracht. Viele haben eigenes Gemüse angebaut und direkt vor Ort genossen. Dabei sind auch neue Freundschaften entstanden – man hilft sich, tauscht Erfahrungen aus oder sitzt einfach zusammen.

Parzelle per Zufallslos

Laetitia Egger von der Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 22. Bezirk beschreibt die Entwicklung so: "Es war wunderbar zu sehen, wie sich die Leute freuen, die 2025 per Zufallslosung eine Parzelle bekommen haben. Die Gärtnerinnen haben sich untereinander schnell vernetzt und organisiert. Jede Nutzerin nutzt ihre Parzelle ein wenig anders: für Sport, zur Erholung oder fürs gemeinsame Grillen".

"Persönliches Stück Grün"

Ermöglicht wird das Projekt von der Stadt Wien, konkret durch das Immobilienmanagement. Leiter David Vladar erklärt: "Mit dem Wiener StadtGartl aktivieren wir Flächen, die derzeit nicht für städtische Aufgaben benötigt werden. Das Angebot reagiert auf das große Bedürfnis der Menschen nach einem persönlichen Stück Grün und nach Gemeinschaft in der Natur. Besonders freut mich, wie unterschiedlich und individuell die Parzellen genutzt werden – das spricht für die Vielfalt und Kreativität der Gärtner*innen."

Alles inklusive

Die Anlagen bieten Parzellen zwischen 70 und 110 Quadratmetern, jeweils mit Pergola. Dazu gibt es ein Gemeinschaftsgebäude mit Toiletten, Kochmöglichkeit sowie Wasser- und Stromanschluss. Unterstützt werden die beiden Standorte von ARWAG im 21. und WSE im 22. Bezirk.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.04.2026, 08:01
Jetzt E-Paper lesen