Wie "Heute" bereits berichtete, kam es am Sonntagabend gegen 22.45 Uhr aus derzeit unbekannter Ursache zu einem Teileinsturz eines Mehrparteienhauses in der Wiener Innenstadt.
Dabei wurde eine 57-jährige Hausbewohnerin schwer verletzt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Zwei weitere Bewohner, ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Frau, erlitten leichte Verletzungen.
Die drei Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung auf.
Im Zuge der weiteren Erhebungen ergab sich, dass eine 85-jährige Hausbewohnerin weder unter den evakuierten Personen noch an ihrem Nebenwohnsitz angetroffen werden konnte. Daraufhin wurden umgehend weitere Maßnahmen eingeleitet.
Derzeit laufen im teilweisen eingestürzten Gebäude weitere Arbeiten durch die Feuerwehr. Dabei wird insbesondere geprüft, ob sich die abgängige Hausbewohnerin noch unter den eingestürzten Gebäudeteilen befinden könnte.
Wie Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl auf "Heute"-Nachfrage erklärt, "sind die Arbeiten zur Absicherung des Gebäudes schon sehr weit fortgeschritten." Derzeit seien insgesamt 45 Feuerwehreinsatzkräfte vor Ort, die mit Sicherungsmaßnahmen und der Suche nach der Vermissten beschäftigt sind.
Zu den Indizien, dass die 85-Jährige noch unter den Trümmern liegen könnte, meint Figerl: "Erstens wurde ihr Handy hier geortet. Zweitens konnte sie nicht bei ihren Kontakten gefunden werden und drittens wurden bei der Begehung mit Rettungshunden und Schallortern ein vages Geräusch geortet." Ob das Geräusch von der Vermissten oder vom Gebäude stammt, lasse sich derzeit nicht sagen.