Am Freitagabend läuft in Enzesfeld-Lindabrunn im Bezirk Baden (Niederösterreich) ein dramatischer Feuerwehreinsatz. Gegen 19 Uhr brach in einem ehemaligen Erholungszentrum ein Großbrand aus. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das abgelegene Gebäude bereits großteils in Flammen.
Die Feuerwehr steht vor enormen Herausforderungen. Das örtliche Hydrantennetz ist durch den hohen Wasserbedarf überlastet. Dazu kommen die schwierige Lage des Gebäudes, beengte Platzverhältnisse und die unmittelbare Nähe zu einem Waldgebiet.
Um ausreichend Löschwasser zur Brandstelle zu bringen, wurden zusätzliche Großtanklöschfahrzeuge und weitere Tanklöschfahrzeuge angefordert. Diese sind im Pendelverkehr unterwegs, um die Wasserversorgung sicherzustellen.
Auch eine Drohne des Bezirksfeuerwehrkommandos kommt zum Einsatz. Sie soll den Einsatzkräften einen besseren Überblick über das Ausmaß des Brandes verschaffen.
Mit Stand 21.15 Uhr standen insgesamt 15 Freiwillige Feuerwehren im Löscheinsatz. Zahlreiche Feuerwehrleute arbeiten unter schwerem Atemschutz. Unterstützung kommt auch aus den Nachbarbezirken Wiener Neustadt und Mödling.
Die Flammen haben das Gebäude bereits schwer beschädigt. Teile des brennenden Dachstuhls sind eingestürzt. Die Löscharbeiten gestalten sich aufgrund der schwierigen Bedingungen äußerst aufwendig.
Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um ein ehemaliges Erholungszentrum, das bereits seit vielen Jahren geschlossen ist und leer steht.
Die Einsatzkräfte appellieren an die Bevölkerung, das Gebiet rund um Enzesfeld-Lindabrunn derzeit großräumig zu meiden und die Zufahrtswege für die Feuerwehr freizuhalten.
Wie lange der Großeinsatz noch dauern wird, ist derzeit unklar. Auch zur Brandursache und zu möglichen Verletzten liegen vorerst keine gesicherten Informationen vor.