Alarm bei den Imkern in Vorarlberg! Nach wochenlanger Suche sind in Dornbirn gleich drei Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt worden. Wie die "Krone" berichtet, wurden die Nester in den Stadtteilen Wallenmahd, Kehlegg und Grundegg aufgespürt und umgehend vernichtet. Damit soll verhindert werden, dass sich die invasive Art weiter ausbreitet.
Die Asiatische Hornisse ist vor allem für heimische Bienenvölker gefährlich. Um ihre Brut zu ernähren, benötigt sie tierisches Eiweiß und macht deshalb gezielt Jagd auf Honigbienen.
Besonders heimtückisch: Die Hornissen lauern im Schwebflug direkt vor den Eingängen der Bienenstöcke und fangen heimkehrende Bienen ab. Treten mehrere Hornissen gleichzeitig auf, können die Bienenvölker derart unter Stress geraten, dass sie nicht mehr ausfliegen und sogar das Brüten einstellen.
"Bei hoher Dichte der Asiatischen Hornisse kann es somit zur Schwächung der Völker oder sogar zu Völkerverlusten kommen", erklärt Biologin Elisabeth Ritter von der Dornbirner Naturschau "inatura" gegenüber der "Krone".
Die Suche nach den Nestern gestaltet sich schwierig. Im Hochsommer errichten die Hornissen riesige Nester hoch oben in Baumkronen. Darin können bis zu 2.000 Tiere leben. Werden die Nester erst im Herbst entdeckt, sind zahlreiche Jungköniginnen oft bereits ausgeflogen.
Deshalb ist es besonders wichtig, die kleineren Primärnester im Frühjahr aufzuspüren. Diese werden von den Königinnen häufig in Hecken, Sträuchern oder Schuppen angelegt.
Für Menschen besteht laut Experten normalerweise keine unmittelbare Gefahr. Die Asiatische Hornisse gilt abseits ihrer Nester als wenig aggressiv und weicht Menschen in der Regel aus.
Werden die Tiere allerdings direkt am Nest bedroht, können sie zustechen. Ein solcher Stich kann schmerzhafter sein als jener einer heimischen Wespe.
Die Experten der "inatura" bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Wer eine verdächtige Hornisse entdeckt, soll das Tier fotografieren und das Bild an die Naturschau übermitteln. So können weitere Nester möglichst früh aufgespürt werden.