Die aktuellen Zahlen des italienischen Gesundheitsinstituts ISS zeichnen ein alarmierendes Bild: Von den 647 bestätigten Infektionsfällen mit dem West-Nil-Virus entwickelten 300 Menschen die besonders gefährliche neuroinvasive Form der Krankheit. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 15,8 Prozent. 47 Erkrankte sind gestorben. Betroffen sind vor allem die Regionen Latium und Kampanien. Um eine weitere Ausbreitung des gefährlichen Virus durch Stechmücken zu verhindern, wurden inzwischen verschiedene Maßnahmen ergriffen, Events abgesagt und nachts großflächig Insektenschutzmittel versprüht.
Noch strenger wollen jetzt die Gesundheitsbehörden der Ferieninsel Sardinien vorgehen. Dort ist die Lage in der Provinz Oristano besonders dramatisch, bereits 30 Infektionsfälle wurden registriert.
So sollen Drohnen dabei helfen, kritische Brutstätten der Stechmücken zu identifizieren, die das tödliche Virus übertragen. "Wir brauchen Drohnen, um das Gebiet zu kartieren", erklärt Federico Argiolas, der außerordentliche Kommissar der örtlichen Gesundheitsbehörde ASL 5, gegenüber "rainews.it".
Das West-Nil-Virus wird durch einen Stich einer infizierten Gelse übertragen. Das Virus kann von einer großen Anzahl verschiedener Gelsenarten übertragen werden, in Mitteleuropa hauptsächlich durch die heimische Gemeine Stechmücke.
Im Jahr 2025 gab es in Österreich bisher zwei gemeldete West-Nil-Virus-Infektionen bei Tieren (Stand 17.09.2025).
Sogar Sanktionen gegen Bürger, die nicht ausreichend gegen die Mückenplage vorgehen, werden erwogen. Entsprechen sollen vor allem private Grundstücke mit stehenden Gewässern wie Pfützen, Untertöpfen oder Tiertränken im Fokus der geplanten Kontrollen stehen. "Es gibt auch verlassene und unfertige Gebäude, in denen sich Mücken vermehren können. Das Engagement aller ist gefragt, auch wenn das bedeutet, dass diejenigen, die stehende Gewässer nicht beseitigen, mit Geldstrafen belegt werden", betont Argioloas gegenüber dem Portal.