Gewaltige Landmasse entdeckt

95 % vom Meer bedeckt – versunkener Kontinent enthüllt

Mitten im Pazifik liegt ein fast völlig versunkener Kontinent. Ein neuer "Universum"-Zweiteiler zeigt seine Geheimnisse und einzigartige Tierwelt.
08.11.2026, 08:00
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Ein ganzer Kontinent, der fast vollständig unter Wasser liegt? Was unglaublich klingt, ist tatsächlich Realität. Tief im Südpazifik verbirgt sich Zealandia, eine gewaltige Landmasse, die etwa halb so groß wie Europa ist. Rund 95 Prozent davon liegen unter dem Meeresspiegel. Nur die höchsten Erhebungen, darunter Neuseeland und Neukaledonien, ragen aus dem Wasser.

Der ORF nimmt Dich jetzt mit auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise. Der neue "Universum"-Zweiteiler "Zealandia" zeigt am 10. und 17. November 2026 jeweils um 20.15 Uhr in ORF 2, welche Geheimnisse der versunkene Kontinent birgt.

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Forscher entdecken achten Kontinent

Mehr als 80 Millionen Jahre ist es her, dass sich Zealandia vom Urkontinent Gondwana löste. Die Erdkruste wurde immer dünner, riesige Landflächen versanken schließlich im Pazifik.

Jahrzehntelang suchten Forscher nach Beweisen für die Existenz des Kontinents. Der neuseeländische Geologe Nick Mortimer machte dabei eine entscheidende Entdeckung: Tief unter Wasser fand sich Granit, ein typisches Kontinentalgestein, wo eigentlich Basalt zu erwarten gewesen wäre.

2017 präsentierte ein internationales Forschungsteam schließlich die wissenschaftlichen Argumente dafür, Zealandia als eigenständigen achten Kontinent der Erde anzuerkennen.

Einzigartige Tiere leben auf Zealandia

Doch nicht nur die geologische Geschichte ist faszinierend. Auf den verbliebenen Inseln entwickelte sich über Millionen Jahre eine außergewöhnliche Tierwelt.

Dazu gehört der flugunfähige Kākāpō, ein nachtaktiver Papagei, dessen tiefe Balzrufe durch die Wälder hallen. Auch der Kiwi und die urtümliche Tuatara-Brückenechse, deren Vorfahren bereits zur Zeit der Dinosaurier lebten, sind hier zu Hause.

Viele dieser Tiere sind heute bedroht. Besonders eingeschleppte Säugetiere setzen den seltenen Arten zu. Artenschützer kämpfen deshalb um das Überleben jedes einzelnen Kākāpō.

Leuchtende Höhlen und wachsende Berge

Im zweiten Teil der Dokumentation geht es um die gewaltigen Kräfte, die Zealandia bis heute verändern. Denn obwohl der Kontinent größtenteils versunken ist, bleibt er geologisch aktiv.

In Neuseeland wachsen die Südlichen Alpen weiter in die Höhe. In den Höhlen von Waitomo locken leuchtende Insektenlarven ihre Beute mit einem faszinierenden Naturschauspiel an. Vor Neukaledonien kehren Buckelwale jedes Jahr zu den Gipfeln versunkener Berge zurück.

Auch der seltene Tawaki-Pinguin sorgt für Staunen. Anders als viele seiner Verwandten brütet er mitten im Regenwald unter Baumwurzeln und umgestürzten Stämmen.

Dann läuft die Doku im ORF

Der Zweiteiler von Lars Pfeiffer zeigt mit eindrucksvollen Naturaufnahmen und aufwendigen Animationen eine Welt, die den meisten Menschen bisher verborgen geblieben ist.

"Zealandia – Der verschollene Kontinent" läuft am Dienstag, dem 10. November, um 20.15 Uhr in ORF 2. Eine Woche später, am 17. November, folgt "Zealandia – Aufstieg aus der Tiefe". Beide Teile sind auch auf ORF ON zu sehen.

Und eines steht fest: Der geheimnisvolle Kontinent ist noch lange nicht fertig mit seiner Entwicklung. Während der Großteil tief unter dem Pazifik verborgen bleibt, wachsen seine Berge bis heute weiter.

red, Akt. 08.11.2026, 08:22, 08.11.2026, 08:00
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