Schwere Vorwürfe gegen die PVA! Obwohl eine Kärntnerin schwer krank war, wurde ihr offenbar das Pflegegeld gekürzt. Die Angehörigen mussten um eine Anhebung kämpfen, erzählt die Tochter der Betroffenen gegenüber der "Kleinen Zeitung".
Demnach sei ihrer Mutter im Jahr 2022 aufgrund von COPD – eine chronische Lungenerkrankung – Pflegestufe 3 zugesprochen worden. Die Kärntnerin litt an Husten, Auswurf und Atemnot. Die Lage der Frau habe sich so sehr verschlimmert, dass sie viermal im Sauerstoffkoma gelegen sei. Des Weiteren habe sie nur noch 45 Kilogramm gewogen und sei auf Astronautenkost angewiesen gewesen.
Diese habe die Familie aus eigener Tasche bezahlt. Schlussendlich habe man 2024 eine 24-Stunden-Pflege in Anspruch nehmen müssen. Bei den Kosten sollte eine Erhöhung der Pflegestufe helfen. Doch dann der nächste Rückschlag: Für die schwer kranke Frau wurde Stufe 1 festgelegt. Bei der Untersuchung durch einen PVA-Arzt soll die Aussage "Geht eh" gefallen sein – für die Familie ein schwerer Rückschlag.
Laut der Tochter habe sich die Krankheit ihrer Mutter im Endstadium befunden. Dies sei durch zahlreiche Befunde, Krankenhausberichte und ärztliche Diagnosen bestätigt worden. Anfang 2025 erkämpfte die Familie mithilfe der Arbeiterkammer Kärnten die Pflegestufe 3 – wenig später war die schwer kranke Mutter tot.
Gegenüber der "Kleinen" hieß es von der PVA, dass man die Betroffene im Jahr 2024 zweimal begutachtet hätte. Dabei seien 83 Pflegestunden (Stufe 1) festgestellt worden, aufgrund eines Einspruchs habe man auf 103 Pflegestunden (Stufe 2) aufgestockt. Erst über einen Vergleich erhielt die Kärntnerin wieder Pflegestufe 3.
Laut der PVA könne der Gesundheitszustand gerade bei COPD stark variieren. Demnach habe die Kärntnerin bei ihren Untersuchungen stabil gewirkt. Eine Erhöhung könne im Falle einer Verschlechterung jederzeit mit einem ärztlichen Befund beantragt werden.