Für rund 100 Fahrgäste eines ÖBB-Railjets endete die Fahrt am Freitagabend unerwartet kurz nach Villach: Der Zug blieb aufgrund eines Oberleitungsschadens plötzlich stehen.
Der Railjet 856 war gegen 20.26 Uhr in Villach abgefahren und sollte planmäßig wenig später in Spittal an der Drau halten. Wenige Minuten nach der Abfahrt kam es jedoch zum Stillstand. Zunächst wurde den Passagieren eine kurze Verzögerung angekündigt, doch daraus wurden mehrere Stunden.
Ein Fahrgast berichtete im ORF, dass es zunächst hieß, die Wartezeit betrage rund 20 Minuten. Tatsächlich blieb der Zug jedoch deutlich länger stehen, teilweise ohne Licht und mit ausgefallenen WC-Anlagen. Und das für ganze dreieinhalb Stunden!
Erst gegen 1.02 Uhr in der Nacht war man dann in wieder Villach. Für den Weitertransport der Fahrgäste wurden schließlich Busse organisiert.
Laut ÖBB war eine beschädigte Oberleitung die Ursache. Ein Dieseltriebfahrzeug musste organisiert werden, um den Railjet abzuschleppen. Zusätzlich kam es laut Unternehmen auch zu einem Gleisschaden im Bereich der Strecke.
Die ÖBB entschuldigten sich für die Unannehmlichkeiten. Der Vorfall soll nun genauer untersucht werden.