Die Kärntner Marcher Fleischwerke setzen ihren Wachstumskurs fort und bauen ihre Marktposition mit einem bedeutenden Schritt nach Bayern deutlich aus.
Das Villacher Familienunternehmen übernimmt die Mehrheit an den bayrischen Schlachthöfen Landshut und Vilshofen und steigt damit noch stärker in den deutschen Markt ein.
Mit Freitag (8. Mai) wurde vereinbart, dass die Norbert Marcher GmbH 51 Prozent der Anteile an der EG Südbayern Schlachtbetriebs GmbH von der Erzeugergemeinschaft Südbayern übernimmt.
Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung wird Marcher damit neuer Mehrheitsgesellschafter und übernimmt gleichzeitig die alleinige operative sowie industrielle Führung der beiden Standorte.
Die Übernahme gilt als strategisch bedeutender Ausbau für Marcher, da Deutschland bereits jetzt der wichtigste Exportmarkt des Unternehmens ist. "Wir freuen uns über die Vereinbarung mit der EG Südbayern, mit der uns eine langjährige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehung verbindet. Wir glauben an die Zukunft von Fleisch und an die Leistungskraft der bayrischen Landwirte", so Norbert Marcher.
Die Standorte Landshut und Vilshofen bleiben in ihrer regionalen Struktur erhalten und sollen gezielt weiterentwickelt werden. Geplant sind Investitionen in Technik, Prozesse und Effizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken.
Für Marcher markiert die Beteiligung einen weiteren Meilenstein in der internationalen Expansion. Das 1929 gegründete Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom Viehhandel zum größten und modernsten Fleischerzeuger Österreichs entwickelt.
Mit einem Jahresumsatz von über 700 Millionen Euro, 1.850 Mitarbeitern an elf Standorten sowie Exporten in 40 Länder zählt Marcher heute zu den bedeutendsten Lebensmittelproduzenten des Landes.
Durch die Mehrheitsübernahme in Bayern stärkt das Unternehmen nun seine Position in einem der wichtigsten europäischen Fleischmärkte erheblich und sichert sich zusätzliche industrielle Kapazitäten in Süddeutschland.