Wenn Arda Saatçi (29) läuft, dann meistens nicht nur eine gemütliche Runde um den Block. Anfang Mai sorgte der Deutsche mit seiner bisher wohl spektakulärsten Challenge für Aufsehen: Vom Death Valley lief er bis zum Pier von Santa Monica bei Los Angeles. Nach 604 Kilometern und exakt 123 Stunden, 21 Minuten und 10 Sekunden hatte er sein Ziel erreicht.
Doch nach dem Extrem-Lauf ist offenbar vor dem Extrem-Lauf. Bei seinem aktuellen Österreich-Besuch wurde Saatçi nun mit einer Idee konfrontiert, die schon nach seinem nächsten großen Projekt klingt: 24 Stunden lang um den Red Bull Ring in Spielberg laufen.
Seine erste Reaktion darauf fiel eindeutig aus: "Geile Idee."
Fix ist die Challenge damit allerdings noch nicht. Saatçi befindet sich nach seinem 600-Kilometer-Abenteuer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ob aus der Idee für Spielberg tatsächlich ein konkretes Projekt wird, ist bislang offen.
Der Schauplatz hätte jedenfalls einiges zu bieten. Der Red Bull Ring ist 4,348 Kilometer lang und normalerweise die Heimat von Formel 1 und MotoGP. Würde Saatçi tatsächlich einen kompletten Tag lang seine Runden auf der Strecke drehen, kämen bei entsprechendem Tempo schnell Dutzende Runden zusammen.
Ganz abwegig erscheint das Projekt auch wegen seiner Verbindung zu Red Bull nicht. Sein 600-Kilometer-Lauf durch Kalifornien lief unter dem Titel "Red Bull Cyborg Season – Ultra 600", ServusTV zeigt aktuell eine eigene Dokumentation über das Abenteuer. Am Montag war Saatçi zudem bei "Sport und Talk aus dem Hangar-7" zu Gast.
Dort sprach der 29-Jährige auch darüber, warum er sich immer wieder derart extreme Ziele setzt. "Ich liebe es, den Schweinehund zu besiegen", erklärte Saatçi. Wenn er nicht trainiere, fühle er sich sogar "dreckig".
Beim Lauf durch die USA brachte ihn dieser Ehrgeiz bereits an seine körperlichen Grenzen. Mehr als fünf Tage war Saatçi unterwegs, kämpfte mit Schlafmangel, Hitze und Erschöpfung. ServusTV hat das Abenteuer nun in einer eigenen Doku aufgearbeitet.
Ob sein nächstes großes Ziel tatsächlich in der Steiermark liegt, muss sich erst zeigen. Zumindest Saatçis erste Reaktion lässt aber vermuten: Ganz abgeneigt wäre er von 24 Stunden am Red Bull Ring offenbar nicht.