Der oberösterreichische KI-Spezialist und Absolvent der TU Wien, Peter Steinberger, sorgt gerade weltweit für Aufsehen: Sein selbstentwickeltes Programm OpenClaw hat die Tech-Szene in Aufruhr versetzt – und nun den Sprung ins Silicon Valley perfekt gemacht.
"Mein nächstes Ziel ist es, einen Agenten zu entwickeln, den sogar meine Mutter bedienen kann", will Steinberger jetzt die ganze Welt erobern.
Was Steinbergers OpenClaw von KI-Programmen wie ChatGPT oder Grok unterscheidet ist einfach erklärt: Open Claw beantwortet nicht nur Fragen, sondern führt Aufgaben selbstständig aus. Die KI klickt sich durch Webseiten, füllt Formulare aus, verschickt E-Mails, organisiert Termine oder steuert Programme. Das bringt fast unbegrenzte Möglichkeiten – aber aufgrund der Berechtigungen, die man der KI gibt, auch zahlreiche Risiken.
„Ich habe die letzte Woche in San Francisco verbracht, wo ich mit den wichtigsten Forschungseinrichtungen gesprochen, Zugang zu Mitarbeitern und unveröffentlichten Forschungsergebnissen erhalten habe – eine rundum inspirierende Erfahrung. Ich möchte mich bei allen bedanken, mit denen ich diese Woche gesprochen habe, und bin dankbar für die gebotenen Möglichkeiten.“Peter Steinberger"OpenClaw, OpenAI und die Zukunft", steipete.me, 14. Februar 2026
Das Ganze kann man daher noch als Experimentierfeld für IT-Nerds bezeichnen, hat aber in den Augen der großen KI-Konzerne wie OpenAI riesiges Potenzial – wie dieser Wechsel nach Silicon Valley beweist.
Steinberger soll bei OpenAI an der nächsten Generation sogenannter persönlicher KI-Agenten arbeiten. Altman bezeichnete den Oberösterreicher offen als "Genie mit vielen erstaunlichen Ideen" und betonte, dass solche Agenten "schnell zu einem Kernstück unseres Produktangebots werden" könnten.
Steinberger selbst sagte, er habe nie gedacht, dass sein "Spielplatzprojekt" einmal so große Wellen schlagen würde. Er sei stolz auf das, was er mit OpenClaw geschafft habe. Gleichzeitig freue er sich darauf, "Teil der Spitze der KI-Forschung und -Entwicklung" zu werden. Angebote von anderen Tech-Giganten wie Meta oder Anthropic habe es laut Steinberger auch gegeben – entschieden hat er sich aber für OpenAI.
Der Hype um OpenClaw ist nicht nur in den USA spürbar – auch in China hat das Tool rasant Fuß gefasst. Große chinesische Tech-Konzerne wie Alibaba, Tencent und Baidu integrieren OpenClaw in ihre Cloud- und App-Plattformen, sodass Millionen Nutzer dort den KI-Agenten direkt nutzen können, wie der US-Wirtschaftssender CNBC berichtet.
Besonders Baidu bietet OpenClaw in seiner Haupt-Suchapp mit Hunderten Millionen aktiven Nutzern an, was dem Projekt dort zusätzlichen Schwung gibt. Trotz Bedenken von Sicherheitsexperten über Datenschutz und Cyberrisiken wächst das Interesse in China weiter stark.
Auf seiner Webseite erklärt Steinberger, er habe bereits 13 Jahre seines Lebens in den Aufbau eines Unternehmens gesteckt und dabei "viel gelernt". Nun wolle er die Welt verändern, anstatt "ein großes Unternehmen aufzubauen, und die Zusammenarbeit mit OpenAI ist der schnellste Weg, dies für alle zu erreichen".
OpenClaw soll trotz Steinbergers Weggang als Open-Source-Projekt in einer Stiftung weitergeführt werden – der Name Steinberger bleibt also in der KI-Szene erhalten.