Bezirkschef fordert Maßnahmen

"Genug ist genug!" – Anrainer klagen über Rattenplage

Rund um den Leopoldauer Platz in Wien-Floridsdorf sorgen massive Taubenfütterungen für eine Rattenplage und großen Ärger bei den Anrainern.
Wien Heute
03.06.2026, 12:12
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Der Leopoldauer Platz wirkt auf den ersten Blick wie ein kleines Paradies am Stadtrand. Doch hinter der Fassade brodelt es gewaltig. Anrainer klagen über eine massive Tauben- und Rattenplage, die ihnen zunehmend das Leben schwer macht.

Auslöser des Ärgers soll eine besonders tierliebe Person sein, die seit Jahren im angrenzenden Karl-Seidl-Park große Mengen Vogelfutter ausbringt. Nach Angaben von Bewohnern werden täglich sogar dutzende Kilogramm Futter mit einer Scheibtruhe verteilt. Der Nachschub soll regelmäßig per Lkw in Palettengröße angeliefert werden.

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Tauben und Ratten plagen Anrainer

Der Bezirksvorstehung liegen Berichte vor, wonach auch ungeeignete Lebensmittel wie Speck oder Hundefutter ausgelegt werden. Die Folgen sind laut Anrainern dramatisch. Riesige Taubenschwärme bevölkern den Bereich, verschmutzen Dächer, Autos und öffentliche Flächen. Gleichzeitig lockt das üppige Nahrungsangebot weitere ungeliebte Besucher an: Ratten.

Im Karl-Seidl-Park sollen mittlerweile zahlreiche Löcher in den Grünflächen auf Rattennester hinweisen. Viele Anwohner sorgen sich um Hygiene und Gesundheit. Die Stimmung vor Ort ist angespannt.

Bezirkschef greift nun ein

Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) machte sich bei einem Lokalaugenschein ein Bild von der Situation und sprach mit zahlreichen Betroffenen. Bereits aufgestellte Rattenboxen der Wiener Stadtgärten hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

"Genug ist genug! Was sich hier zuträgt, kann so nicht weitergehen. Der Umfang in dem Tauben und damit auch Ungeziefer wie Ratten am Leopoldauer Platz gefüttert werden, ist vollkommen beispiellos. Es braucht jetzt schnell wirkende Maßnahmen, die eine nachhaltige Abhilfe schaffen. Die Hygiene und die Gesundheit der Bewohner*innen müssen oberste Priorität haben", so Papai.

Tauben- und Rattengipfel soll helfen

Der Bezirkschef fordert ein generelles Fütterungsverbot für Tauben und Ratten rund um den Ortskern und engmaschige Kontrollen der WasteWatcher, als zuständige Kontrollorgane der Stadt.

Ein eigener "Tauben- und Rattengipfel" soll die Wende bringen. Dabei will Papai alle zuständigen Stellen der Stadt Wien an einen Tisch holen. Ziel ist es, rasch konkrete Maßnahmen zu beschließen.

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