Ein Richter in New York gab die handschriftliche Notiz am Mittwoch auf Antrag der "New York Times" frei. Der Brief soll von Epsteins damaligem Zellengenossen nach einem gescheiterten Suizidversuch des Multimillionärs im Juli 2019 in einem Buch gefunden worden sein.
"Sie haben monatelang gegen mich ermittelt – und nichts gefunden!!!", heißt es in der Notiz. Es sei ein Geschenk, "den Zeitpunkt für den Abschied selbst wählen zu können". Der Text endet mit den Worten: "Was soll ich denn tun – in Tränen ausbrechen!! Kein Spaß – lohnt sich nicht."
Suizidgedanken? Es gibt Hilfe.
Wenn du unter Suizidgedanken, Depressionen oder anderen Ausnahmesituationen leidest, bietet die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 von 0-24 Uhr kostenlos und anonym schnelle Unterstützung.
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Ob es sich tatsächlich um einen von Epstein verfassten Brief handelt, wurde offiziell nicht bestätigt. Der Finanzier soll nach Erkenntnissen des FBI mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben.
Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate in Haft. Im Juli 2019 wurde er erneut festgenommen und beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben.
Am 10. August 2019 wurde Epstein tot in seiner Zelle aufgefunden. Nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Da Aufnahmen von Überwachungskameras aus der Haftanstalt lückenhaft waren, wurden Zweifel an der offiziellen Darstellung laut.
Im Januar hatte das US-Justizministerium auf Druck des Kongresses mehr als drei Millionen Dokumentseiten zum Epstein-Skandal veröffentlicht. Darin tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf – auch US-Präsident Donald Trump wird tausendfach erwähnt. Ein Fehlverhalten konnte ihm bisher nicht nachgewiesen werden.