Die Teuerungen treffen die Bevölkerung jetzt noch härter als sonst. Gerade um die Feiertage spüren viele, dass das Geld für kleine "Goodies" wie Süßigkeiten nicht mehr reicht. Mutter Marianna verzweifelt vor den Supermarktregalen, sie kann sich Ostersüßigkeiten für ihr Kind (8) nicht mehr leisten.
Der einzige Ausweg für die Wienerin: der Sozialmarkt in der Ullreichgasse 36. "Im Supermarkt kosten die Süßigkeiten 13 Euro, hier sind es fünf", erklärt sie. Ohne dieses Angebot müsste sie beim Osterfest wohl in traurige Kinderaugen schauen.
In Österreich sind rund 1,5 Millionen Menschen armutsgefährdet. Der Sozialmarkt ist eine Einrichtung, die helfen soll: Zum Einkauf berechtigt sind Personen, deren Einkommen geringer ist als 1.572 Euro monatlich (pro Kind zusätzlich 472 Euro). An diesem Vormittag ist Marianna eine von vielen Kunden.
"Ich kann derzeit nicht arbeiten, das hat mir auch ein Arzt bestätigt", erklärt sie. Marianna muss von 900 Euro leben, auch ihr Mann ist derzeit beim AMS. Für die kleine Familie wird es also immer schwerer, über die Runden zu kommen. Auch die Miete ist teurer geworden: "Opa unterstützt mich zwar, aber es ist natürlich vor allem zu Ostern sehr schwer", gibt die Mutter zu.
Auch die Mitarbeitenden im Sozialmarkt machen klar: "Wir sind sehr dankbar, dass wir die Ostersachen heuer bekommen haben." Viele Kunden freuen sich sehr über das günstige Angebot. "Im Supermarkt ist vor allem die Schokolade wirklich teuer", weiß eine Angestellte. Im Sozialmarkt haben die Besucher die Chance, um kleines Geld ein paar Schokohasen oder Ostereier zu kaufen.