Während sich im Iran die Lage im Nahen Osten am Wochenende dramatisch zuspitzte, mutierte der Traumurlaub einer 57-jährigen Wienerin zum Albtraum. Manuela genoss eigentlich die Sonne in Dubai – doch dann heulten die Sirenen. Nun steckt sie im Luxus-Urlaub fest – wann sie heimkehren kann, ist derzeit völlig unklar.
Am Samstag hatten sich die Ereignisse überschlagen: Das israelische Militär startete mit Unterstützung der USA einen Angriff auf den Iran. Was zunächst nur gerüchteweise vermeldet worden war, wurde mittlerweile auch von iranischer Seite bestätigt: Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde bei einem massiven Militärschlag getötet – "Heute" berichtete ausführlich. Mehrere Städte im Iran wurden laut Medien und offiziellen Stellen Ziel gemeinsamer Angriffe der USA und Israels.
Die Reaktion folgte prompt: Die iranische Revolutionsgarde feuerte Raketen auf Ziele in der gesamten Region ab. Medienberichten zufolge hatte es das Regime auf US-Militärbasen abgesehen.
Die Revolutionsgarde erklärte, man betrachte "alle US-Stützpunkte, Ressourcen und Interessen in der Region als legitime Ziele" für weitere Vergeltungsschläge. Eine Eskalation mit Folgen – bis nach Dubai.
Denn nahe des Hotels der Urlauberin Manuela (57) aus Wien schlugen am Samstag Raketen ein, dutzende Luftgeschosse wurden darüber hinaus abgefangen. Im Gespräch mit "Heute" erklärt die 57-Jährige die Lage vor Ort: "Wir wurden angewiesen, im Hotel oder in Innenräumen zu bleiben. Die Situation ist weiterhin angespannt und man muss jederzeit damit rechnen, dass es wieder losgeht."
Auf Dubais Straßen gäbe es derzeit kaum Verkehr, man würde dauernde Flugzeuge über Dubai hören: "Man hört Flieger, sieht aber keinen. Luftraum gesperrt, man weiß nicht, was das für Flieger sind!" Für Manuela sei aber die Ungewissheit das Schlimmste.
„Es ist ein mulmiges, beklemmendes Gefühl. Das Blöde ist, dass man absolut nichts weiß.“Dubai-Urlauberin Manuela (57)Sitzt nach iranischem Raketenangriff in Dubai fest
Informationen hole sie sich aus dem Internet und von Social Media. "Es wird vom Hotel und der Botschaft nicht informiert. Man weiß gar nix!" Sie habe sich ins österreichische Auslandsregister eingetragen, bisher aber keine Rückmeldung erhalten. Eine Abreise sei derzeit ohnehin unmöglich. "Liegt nicht an mir, ob ich bleibe, weil der Luftraum gesperrt ist – man kann hier nicht weg!"