Ein Polizeieinsatz ist am Dienstagvormittag in Wien-Mariahilf eskaliert. Gegen 11.40 Uhr wurden Polizisten im Bereich der U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße auf einen Mann aufmerksam, der beim Anblick der Beamten plötzlich nervös wurde und sich rasch entfernen wollte.
Die Polizisten hielten den Verdächtigen an und wollten seine Identität feststellen. Doch der Mann konnte keinen Ausweis vorweisen. Stattdessen machte er widersprüchliche Angaben zu seinem Namen und seinem Geburtsdatum.
Zur weiteren Abklärung begleiteten die Beamten den Mann zu einem nahegelegenen Polizeicontainer. Dort verhielt er sich zunehmend unkooperativ und kam den Aufforderungen der Polizisten nur widerwillig nach.
Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten schließlich Suchtgiftutensilien, eine geringe Menge Drogen, eine leere Alkoholflasche und einen Reisepass. Damit konnte die Identität des 23-jährigen Slowaken geklärt werden.
Die anschließende Überprüfung brachte eine weitere Überraschung: Gegen den Mann lag bereits eine aufrechte Festnahmeanordnung der Wiener Staatsanwaltschaft vor.
Als die Polizisten den Mann festnehmen wollten, eskalierte die Situation endgültig. Der 23-Jährige wurde laut Polizei immer aggressiver, beschimpfte und bedrohte die Beamten. Während der Festnahme attackierte er schließlich die Polizisten.
Der Slowake wurde unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt angezeigt.