Der Schreck nach Halloween sitzt tief! Immer mehr Fälle von manipulierten Süßigkeiten werden in Österreich bekannt. Besonders beunruhigend: In Niederösterreich stießen nun zwei Kinder auf gefährliche Metallgegenstände in ihren Schokoriegeln. Nur weil sie die Fremdkörper rechtzeitig bemerkten, blieben sie unverletzt.
Wie die Polizei am Mittwoch bestätigte, sind neben zwei weiteren Vorfällen in der Steiermark auch zwei neue Fälle in Niederösterreich aufgetaucht. Bereits zuvor war ein ähnlicher Fund in Winklarn im Bezirk Amstetten bekannt geworden.
Und auch in Wien ist nun erstmals eine mit Metallteilen präparierte Nascherei gefunden worden. In einer privaten Facebook-Gruppe teilte eine Frau mit, dass in einem Schokobon eine Schraube steckte – dazu wurden zwei Fotos der Süßigkeiten gepostet.
Gesammelt wurden die Süßigkeiten laut Auskunft der Frau "in wenigen Häusern am Pelargonienweg HEIMBAU Anlage" in der Donaustadt sowie "in mehreren Häusern der GESIBA-Anlage."
Einer der neuen Vorfälle ereignete sich zudem in Amstetten. Dort hatte ein Bub bereits begonnen, einen Schokoriegel zu essen, als er plötzlich eine gefährliche Entdeckung machte.
In der Süßigkeit steckte eine Nadel. Glücklicherweise bemerkte das Kind den spitzen Gegenstand noch rechtzeitig und blieb unverletzt.
Auch in Loosdorf im Bezirk Melk kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Dort entdeckte ein zehnjähriges Kind einen manipulierten Schokoriegel. Laut Polizei dürfte jemand eine Metallschraube in der Süßigkeit platziert haben.
Das Kind hatte die Naschereien zu Halloween gesammelt beziehungsweise aus Schüsseln genommen, die im Freien aufgestellt waren.
Auch hier ging der Vorfall glimpflich aus. Die Schraube wurde entdeckt, bevor sie Verletzungen verursachen konnte.
Angesichts der neuen Fälle richtet die Polizei einen dringenden Appell an Eltern. Halloween-Süßigkeiten sollten vor dem Verzehr genau überprüft werden.
Besonders wichtig sei es, darauf zu achten, "ob Verpackungen beschädigt oder manipuliert wurden und ob sich Fremdkörper, insbesondere metallische Gegenstände, in den Süßigkeiten befinden".
Wer verdächtige Veränderungen oder Gegenstände entdeckt, soll umgehend die Polizei verständigen und Anzeige erstatten.
Bei den beiden neuen Fällen in Niederösterreich kamen die Kinder mit dem Schrecken davon. Die Funde zeigen jedoch, wie gefährlich manipulierte Naschereien werden können.