Kaum ist der erste Schock verdaut, da folgt im Dschungelcamp schon der nächste Knall. Wieder steht Gil Ofarim im Mittelpunkt. Diesmal wegen eines handfesten Konflikts mit Mitcamperin Ariel. Was als Nachfragen begann, entwickelte sich binnen Stunden zu einem offenen Schlagabtausch.
Ariel bohrte nach. Sie wollte verstehen, was wirklich hinter den Vorwürfen rund um die Leipziger Ereignisse steckt. Doch Gil blieb bei seiner Linie: "Ich darf dazu nichts sagen." Er erklärte ihr erneut, er habe eine Unterlassungserklärung unterschrieben, deshalb könne er sich öffentlich nicht äußern. Der Prozess sei auch deshalb rasch beendet worden.
Für Ariel wirkt diese Erklärung wenig überzeugend. Vor allem eine andere Aussage stößt ihr bitter auf: Gil hatte zuvor offen gesagt, dass er auch aus finanziellen Gründen ins Camp gegangen sei. "Ich muss Rechnungen zahlen, ich habe Kinder", erklärte der Sänger. Für Ariel klingt das wie eine Ausrede. Später lästert sie bei Mirja du Mont: Gil liege nun im Camp, kassiere Geld – und kläre trotzdem nichts auf. Ihr Fazit fällt hart aus: zu viel Ich-Bezug, zu wenig Verantwortung.
"Das ist Bullshit", schimpft Ariel schließlich offen über Gils Erklärung mit der angeblichen Unterlassung. Auch Mirja zeigt sich irritiert und kann nicht nachvollziehen, welche Art von Schweigevereinbarung das überhaupt sein soll. Die Fronten verhärten sich spürbar.
Während Ariel deutlich auf Konfrontation geht, zeigt sich Gil in ruhigeren Momenten von einer ganz anderen Seite. In der Nachtwache spricht er mit Umut Tekin über sein Leben nach dem Gerichtsverfahren. Er erzählt, dass er zunächst zu seiner Frau zurückgekehrt sei, seine Kinder jedoch aktuell bei seiner Ex-Partnerin leben. Aus finanziellen Gründen könne er sie nur jedes zweite Wochenende sehen. "Ich habe meinen Kindern versprochen, dass Papa bald wiederkommt", sagt Gil – und wirkt dabei sichtlich emotional.
Auch über seinen persönlichen Absturz spricht der Musiker offen. Die Zeit nach dem Verfahren sei extrem belastend gewesen. Er schildert, dass es ihm psychisch sehr schlecht gegangen sei, dass er monatelang in einer Klinik war und dort stark abgenommen habe. Auch Alkoholprobleme räumt er ein. Der Weg zurück habe ihn schließlich wieder zur Musik geführt – über kleine Auftritte, vorsichtige Schritte, neue Hoffnung.
Doch all diese Geständnisse ändern im Camp wenig an der angespannten Situation. Für Ariel bleibt der Kernpunkt bestehen: Sie vermisst eine klare, öffentliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Für Gil wiederum scheint gerade diese Grenze unantastbar.