Oliver Glasner schwebt sportlich seit Jahren auf der Erfolgswelle. Der Oberösterreicher trainiert seit über zwei Jahren in der besten Liga der Welt, der englischen Premier League. Nach seinem erfolgreichen Kapitel bei Crystal Palace ist er im vergangenen Sommer zu Nottingham Forest weitergezogen.
Dort unterschrieb die Legende des SV Ried einen hoch dotierten Vertrag, der ihm Medienberichten zufolge über 15 Millionen Euro pro Jahr einbringen soll. Doch dass Geld nicht alles ist, zeigt jetzt ein Interview, das Glasner der Sporthilfe gegeben hat.
In diesem Interview sagt er: "Ich muss eingestehen, dass, wenn du dich für den Premier-League-Trainerjob entscheidest, diese beiden, Familie und Freunde, darunter leiden, weil du ganz wenig Zeit hast."
Er nennt direkt danach auch ein konkretes Beispiel: "Meine Tochter war jetzt da, die hat in zwei Jahren Matura und nächstes Jahr Maturaball. Sie hat mich gefragt, ob ich eh zu ihrem Maturaball komme. Dann habe ich gefragt, wann der ist. Wenn er nicht in einer Länderspielpause ist, werde ich wahrscheinlich nicht kommen. Und dann sagte sie: 'Da bin ich aber schon traurig, wenn du nicht zu meinem Maturaball kommst.'"
Diese Worte machen etwas mit Glasner, wie er sagt: "Da denkst du dir dann: 'Ich bin ein schlechter Vater.' Ich stelle die Arbeit über die Familie in diesem Fall, was ich sonst nicht behaupten würde, aber in diesem konkreten Fall schon. Diese Opfer muss jeder bringen, aber in diesem Zwiespalt bin ich schon manchmal und mache mir darüber Gedanken."
Auch sportlich hat Glasner zurzeit zu kämpfen. Mit Nottingham steht er nach acht Spieltagen auf dem Abstiegsrang 18 mit nur sechs Punkten.