Plötzlich Kameras, Verträge und ein Millionenpublikum: Für Larissa Marolt begann die TV-Welt früh. Sie war erst 16 Jahre alt als die Kärntnerin bei "Germany’s Next Topmodel" einem riesigen Publikum bekannt wurde - kurz darauf folgte das Dschungelcamp und sie lernte schnell, wie Fernsehen jemanden in eine Schublade stecken kann.
Die heute 34-Jährige hat polarisiert - und das führte dazu, dass ein Etikett an ihr kleben geblieben ist: Zicke. Marolt sieht das inzwischen mit Abstand. "Wenn du als Frau nicht alles mit dir machen lässt, wirst du eher in diese Ecke gedrückt", sagt sie bei "Hinter den Schlagzeilen". Denn für sie ist klar: Wer sie persönlich kennt, weiß, dass sie privat ganz anders ist: "Ein sehr geerdeter, eher ruhiger Mensch".
2009 nahm Marolt an der Castingshow Germany's Next Topmodel teil. Wie viel sie damals von den GNTM-Verträgen verstand? "Ich kann mich an die Verträge überhaupt nicht mehr erinnern", sagt sie heute ehrlich. Für die Hintergründe sei sie damals zu jung gewesen. "Das mit den Verträgen habe ich erst später ernst genommen – vielleicht ein bisschen zu spät," erzählt sie lachend.
Ein paar Jahre später folgte das Dschungelcamp. Auch durch ihren TV-Auftritt im australischen Dschungel wurde ihr Image stark geprägt. Doch für sie ist klar: Der Zuschauer sieht nie die ganze Wahrheit. "Da wirst du 24 Stunden gefilmt und der Zuschauer sieht immer nur einen Ausschnitt."
Und genau darin sieht die Schauspielerin die große Gefahr. "Fernsehen ist ein Haifischbecken", sagt sie. Ein einziger Satz kann reichen, um "von einem Tag auf den anderen" die Karriere zu zerstören.
Und noch heute merkt sie, wie lange ihre alten TV-Auftritte nachwirken: "Ich werde heute noch auf Sachen angesprochen, die ich vor 15 Jahren gemacht habe." Über ihre späteren großen Schauspielproduktionen hingegen, sagt sie: "Da erinnert sich kein Mensch daran."