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Goalie verweigert Israel-Match: "Mann starken Glaubens"

Irlands Goalie Gavin Bazunu boykottiert die Nations-League-Duelle gegen Israel. Seine Mitspieler treten an – mit schwarzen Armbinden zum Gedenken.
Sport Heute
27.09.2026, 10:20
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Irlands Teamgoalie Gavin Bazunu wird bei den beiden Nations-League-Spielen gegen Israel nicht dabei sein. Der 24-Jährige entschied sich aus politischen Gründen für einen Boykott.

"Ich habe eine Entscheidung getroffen, die mir nicht leicht gefallen ist. Ich bin ein Mann starken Glaubens und bemühe mich nach Kräften, ein Mensch mit Charakter und Prinzipien zu sein. Daher halte ich es für falsch, an den bevorstehenden Begegnungen mit Israel teilzunehmen", schrieb Bazunu auf Instagram.

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Irlands Nationalmannschaft hatte am Samstag lange über einen möglichen Boykott diskutiert. Die Mehrheit der Spieler sprach sich laut dem irischen Fußballverband dafür aus, die Partien auszutragen.

Hintergrund der Debatte ist die Rolle Israels im Gaza-Konflikt. "Meine Entscheidung beruht einzig auf meiner persönlichen Überzeugung, dass die Tötung unschuldiger Menschen falsch ist", schrieb Bazunu. "Es gibt im Leben nur wenige Gelegenheiten, sich für etwas Größeres einzusetzen, und ich bin fest davon überzeugt, dass das eine davon ist."

Der Torhüter des englischen Zweitligisten Bolton Wanderers betonte zugleich: "Es ist wichtig festzuhalten, dass sich meine Haltung nicht gegen das israelische Volk oder die jüdische Gemeinschaft richtet, sondern gegen die Gräueltaten in der Region."

Bazunu blieb mit seiner Boykottentscheidung im Team allein. Laut Verbandschef David Courell wollen die irischen Spieler bei der Partie schwarze Armbinden tragen, "um all derer zu gedenken, die in diesem Konflikt ihr Leben verloren haben".

Aus Sicherheitsgründen steigt das "Heimspiel" Israels am Sonntag (20.45 Uhr) im ungarischen Debrecen, das Rückspiel am 4. Oktober ebenfalls auf neutralem Boden in Backa Topola (Serbien). Der irische Verband hatte bereits auf sein Ticketkontingent verzichtet.

red,27.09.2026, 10:20