Für seine Vorliebe für vornehmes Essen bekam ein Wiener (33) kürzlich eine ziemlich saftige Rechnung präsentiert. Da er Dinners mit Weinbegleitung wohl größtenteils mit fremdem Geld finanzierte, musste sich der "Gourmet-Gauner" wegen Untreue verantworten, sein Anwalt begleitete ihn beim schweren Gang vor Gericht.
Der Wiener Unternehmer hatte als Hausverwalter Mieten auf Treuhandkonten eingenommen, sie aber nicht wie vorgesehen an die rechtmäßigen Eigentümer weitergeleitet, sondern einbehalten – rund 165.000 Euro verschwanden spurlos. "Ich habe das Geld zum Stopfen von Löchern benutzt, da mein Unternehmen nicht gut genug ging", servierte der junge Mann – von seinem Verteidiger Sascha Flatz bestens vorbereitet – genüsslich seine Ausrede.
Die auf Insta bestens dokumentierte Leidenschaft für Luxus-Lokale und "fine-dining" verschwieg der 33-Jährige. Dabei hätten die Postings den Appetit auf immer mehr Geld bestens begründet. Fesche Fotos von teuren Speisen auf Reisen wurden mit "wenn du dein ganzes Geld in Italien für gutes Essen ausgibst" kommentiert – wohl nicht die ganze Wahrheit.
Die Richterin ließ sich jedoch mit der Loch-Auf-Loch-Zu-Erklärung abspeisen. Da der Spross aus gutem Hause reumütig zusicherte, den ganzen Schaden zurückzuzahlen, fiel das Urteil milde aus: nur 15 Monate bedingte Haft, rechtskräftig. Der Gourmet-Ganove will nun Makler werden, leichte Kost wird ihm empfohlen.