Zwei Teenager (17, 18) zogen Montagfrüh durch den 4. Bezirk und legten gleich mehrere Brände. Zuerst wurde in der Rienößlgasse eine Altpapiertonne angezündet – laut Polizei griff das Feuer auf eine weitere Mülltonne sowie auf die Hausfassade über. Danach wurde in der Gasse noch ein Mistkübel in Brand gesteckt wurde – Anrainer konnten diesen rasch löschen.
Dann zogen die beiden Feuerteufel, die später aufgrund einer Fahndung von den Beamten festgenommen werden konnten, weiter in die Große Neugasse und schließlich in die Rubensgasse. Gegen 3 Uhr früh schafften es die Jugendlichen dort in ein Haus hinein.
"Warum auch immer, war ein kleiner Türriegel verstellt, so sind sie ins Haus gekommen. Leider sind drei Mistkübel im Eingangsbereich gestanden, die haben sie dann offenbar mit einem Brandbeschleuniger angezündet", berichtet Hausbesitzerin Brigitte P. (64) im Gespräch mit "Heute".
Schnell breitete sich im ganzen Haus dichter, schwarzer Rauch aus: "Eine Mieterin, die den Rauch bemerkt hat, hat mich dann zum Glück alarmiert. In meiner Panik bin ich mit meiner Hündin 'Fiona' auf den Gang und wäre beinahe erstickt. Ich habe nicht gewusst, dass man bei dichtem Rauch in der Wohnung bleiben soll", so die Wienerin.
Sie ist der mutigen Mieterin unendlich dankbar: "Sie hat uns Hausbewohnern quasi das Leben gerettet. Wir konnten uns alle in Sicherheit bringen, bis die Feuerwehr gekommen ist. Zum Glück konnte der Brand rasch gelöscht werden."
Den insgesamt zehn Hausbewohnern ist zum Glück nichts passiert, aber: "Abgesehen davon, dass es wirklich gefährlich war, ist der Schaden enorm. Bis in den 3. Stock ist alles schwarz, der Rauch ist sogar in die Wohnungen eingedrungen. Das muss alles saniert werden. Von einem Mistkübel ist gar nichts mehr übrig – er ist zur Gänze abgebrannt. Die anderen zwei sind stark beschädigt. Das war wirklich kein Lausbubenstreich!", ist Brigitte P. empört.