Tennis-Superstar Jannik Sinner sorgt auch abseits des Platzes für Gesprächsstoff. Obwohl die Saison für den Weltranglistenersten bereits vorzeitig beendet ist, reißen die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand nicht ab. Nun meldet sich mit Andy Roddick ein ehemaliger Grand-Slam-Sieger zu Wort und stellt eine interessante Theorie über die Verletzungspause des Italieners auf.
Der US-Open-Champion von 2003 beschäftigt sich vor allem mit der langfristigen Zukunft des 25-Jährigen. "Bei Sinner geht es nicht mehr darum, wie gut er auf dem Platz ist, sondern wie viele Grand-Slam-Titel er bis zum Ende seiner Karriere gewinnen wird. 12? 15? Wird er es wie die Big 3 auf 20 schaffen?", erklärt Roddick in seinem Podcast "Served".
Entscheidend sei dabei vor allem, wie lange Sinners Körper den enormen Belastungen standhalten könne. Sowohl beim Italiener als auch bei seinem großen Rivalen Carlos Alcaraz habe man in diesem Jahr gesehen, welchen körperlichen Tribut der Spitzensport fordere.
Roddick vermutet deshalb, dass hinter Sinners vorzeitigem Saisonende möglicherweise mehr steckt als bislang bekannt. "Angenommen, Sinner war nach Wimbledon körperlich nicht zu 100 Prozent fit, da könnte es durchaus Sinn machen, dass er beschlossen hat, bis zum Jahresende eine Pause einzulegen, um nicht nur das Knieproblem zu beheben, sondern diese Zeit auch optimal zu nutzen, um andere körperliche Probleme zu lösen. Zwei Fliegen mit einer Klappe, sozusagen", so der ehemalige Weltranglistenerste.
Gleichzeitig betont der US-Amerikaner, dass es sich dabei lediglich um seine persönliche Vermutung handelt. "Vorausgeschickt, dass ich nichts weiß, aber wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich das als einen mehr als logischen Gedanken betrachten. Anstatt sich zu beeilen, auf den Platz zurückzukehren, warum nicht alles gründlich prüfen?"
Offiziell ist eine noch nicht vollständig ausgeheilte Entzündung im Knie der Grund für Sinners längere Zwangspause. Der Italiener selbst hält sich mit Details zu seinem Gesundheitszustand allerdings bedeckt. Das sorgt weiterhin für reichlich Raum für Spekulationen.