"Zerstört das Leben"

Olympia-Starterin kämpft gegen unheilbare Krankheit

Beth Dobbin sprintete einst bei Olympia 2021. Fünf Jahre später kämpft die mittlerweile 32-Jährige gegen eine unheilbare Krankheit.
16.10.2026, 17:07
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2021 sprintete sie noch bei den Olympischen Spielen in Tokio, heute kann sie kaum noch aufstehen! Die ehemalige britische Leichtathletin Beth Dobbin (32) leidet an der schweren chronischen Erkrankung ME/CFS, also Myalgische Enzephalomyelitis, die meist mit dem Chronischen Fatigue-Syndrom auftritt. In einem bewegenden Interview spricht sie über ihren dramatischen Gesundheitszustand.

Die frühere 200-Meter-Sprinterin verbringt mittlerweile 22 Stunden täglich im Bett. Ihr Haus hat sie in diesem Jahr erst fünfmal verlassen. Selbst kleinste Anstrengungen können verheerende Folgen haben. "Ich habe schon nach Kleinigkeiten wie einem Bluttest beim Arzt monatelang im Bett gelegen", erzählt Dobbin der BBC.

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Besonders erschütternd: Schon ein halbstündiges Gespräch könnte ihren Zustand langfristig verschlechtern. "Dieses Interview zu geben und 30 Minuten lang zu reden, könnte sich noch 2027 auf meinen Gesundheitszustand auswirken", sagt die ehemalige Olympia-Teilnehmerin. Trotzdem will sie auf die Krankheit aufmerksam machen.

"Habe das Gefühl, alles verloren zu haben"

"Diese Krankheit zerstört das Leben. Ich kann das gar nicht in Worte fassen", erklärt Dobbin. "Ich habe das Gefühl, alles verloren zu haben." Ihre Familie sei zwar weiterhin an ihrer Seite, doch ihre Unabhängigkeit, ihre Gesundheit und die Möglichkeit, Sport zu treiben, habe sie verloren.

Begonnen hatten die Probleme nach zwei Virusinfektionen wenige Monate nach den Olympischen Spielen 2021. Dobbin erkrankte am Coronavirus und am Epstein-Barr-Virus. Zunächst bemerkte sie nur leichte Veränderungen, später kamen Schmerzen, Schwindel und massive Erschöpfung hinzu. Obwohl sie noch bei internationalen Meisterschaften antrat, verschlechterte sich ihr Zustand immer weiter. Schließlich diagnostizierten Fachärzte ME/CFS.

Die Erkrankung gilt bislang als nicht heilbar. Typisch ist eine teils massive, lang anhaltende Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Belastung. Dobbins Vater Jim, ein ehemaliger Fußballprofi, ist verzweifelt: "Ich möchte ihr helfen, kann es aber nicht." Schwester Faye will mit einem Marathon Spenden für die Forschung sammeln. Dobbin selbst blickt mit wenig Hoffnung in die Zukunft: "Sie sieht leider sehr düster aus."

red, Akt. 16.10.2026, 17:56, 16.10.2026, 17:07
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