Erfolg für Elke Kahr

Graz fest in KPÖ-Hand – so geht es jetzt weiter

Die amtierende Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr hat alle Trümpfe in der Hand. Ihre KPÖ kann sich nach Zugewinnen den Koalitionspartner aussuchen.
Michael Rauhofer-Redl
29.06.2026, 08:11
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Ein sattes Plus von sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Grazer Gemeinderatswahl 2021 brachte der Urnengang am Sonntag für die KPÖ unter der amtierenden Bürgermeisterin Elke Kahr am Sonntag. Mit 35,8 Prozent der gültigen Wählerstimmen konnte Platz eins einzementiert werden.

Dahinter liegt die ÖVP mit 25,2 Prozent, was ein leichtes Minus bedeutet. Spitzenkandidat Kurt Hohensinner spricht trotz des größer gewordenen Rückstand auf die KPÖ von einem Erfolg. Denn das erreichte Ergebnis liege deutlich über den Werten der Umfragen. Die grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner argumentiert ähnlich, spricht angesichts von leichten Verlusten aber von einem "soliden Ergebnis".

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Gemeinderatswahl Graz

Bittere Verluste für die SPÖ

Auf Rang vier landete die FPÖ. Spitzenkandidat René Apfelknab darf sich aber immerhin über ein Plus freuen, seine Partei kam auf 12,6 Prozent der Stimmen. Keinen Grund zur Freude gab es hingegen bei der SPÖ. Von ohnehin schon dürftigen 9,5 Prozent muss sich die Partei von Doris Kampus nun mit mageren 5,6 Prozentpunkten begnügen. Für die Politikerin könnte es eng werden, ein Rücktritt ist möglich.

Bitter: Durch die neue Mandatsverteilung ist künftig auch eine Koalition aus KPÖ und Grünen möglich. Die SPÖ, die die Koalition bislang gestützt hat, verliert nun so auch weiteren Einfluss.

Beobachter gehen folglich davon aus, dass es nun zu dieser dunkelrot-grünen Variante kommen könnte. Auch die Neos (4,9 Prozent) dürften in den Koalitionsüberlegungen von Elke Kahr kaum eine Rolle spielen, auch wenn sie am Wahlabend festhielt, mit Vertretern aller Parteien sprechen zu wollen.

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