Die Stadt Graz rechnet in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Bevölkerungszuwachs. Bis zum Jahr 2040 soll die Einwohnerzahl um rund 17 Prozent steigen.
Das würde bedeuten, dass etwa 360.000 Menschen ihren Hauptwohnsitz in der steirischen Landeshauptstadt haben.
Um den steigenden Mobilitätsbedarf zu bewältigen, ist eine Erweiterung des Öffi-Netzes geplant. Die neue Straßenbahnlinie 8 soll künftig den Nordwesten und Südwesten von Graz verbinden.
Die Strecke wird rund elf Kilometer lang sein und von Gösting über den Lendplatz und die Volksgartenstraße zum Roseggerhaus führen, im innerstädtischen Bereich bestehende Gleise nutzen und anschließend über Radetzkystraße, Griesplatz, Karlauer Gürtel, Citypark, Don Bosco, Reininghaus und Wetzelsdorf bis nach Straßgang verlaufen.
Wie der ORF berichtet, erwartet sich die Stadt Graz von dieser neuen Linie eine spürbare Entlastung des Innenstadtverkehrs und zusätzliche Kapazitäten für die öffentlichen Verkehrsmittel. Kleiner Haken: Ein Baustart ist erst 2030 vorgesehen.
Immerhin wurde im Vorjahr bereits mit dem zweigleisigen Ausbau der Linie 1 im Bereich Hilmteich begonnen. Dieser wird mit 2028 abgeschlossen sein. Auch ein zweiter Abschnitt der Linie 1 (Haltestelle St. Johann bis zur Haltestelle Wagnesweg) wird noch 2026 zweigleisig ausgebaut.
Noch bevor in der Hilmteichstraße die Gleise verlegt werden, wird dort ein dringend benötigter Speicherkanal errichtet.
Auch das Busangebot wird weiter ausgebaut. Obwohl bereits 90 Prozent der Grazer Bevölkerung Zugang zu Bus, Bahn und Bim haben, sollen mit barrierefreien Haltestellen und eigenen Busspuren noch mehr Menschen erreicht werden.
Zusätzlich wurden 94 neue Hybrid-Busse bestellt, um den öffentlichen Verkehr noch umweltfreundlicher zu gestalten.
Neben den Bussen sind außerdem 31 neue Straßenbahnen für Graz vorgesehen. Ziel der Maßnahmen ist es, die Mobilität in der Stadt zu verbessern und mehr Menschen zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen.