Jahrelang trug Roman Gregory ein dunkles Kapitel aus seiner Kindheit mit sich herum. Nun spricht der "Alkbottle"-Sänger erstmals öffentlich darüber. Im Podcast "PlankGezogen" mit Michael Plank erzählt er überraschend offen von einem sehr traumatischen Erlebnis: "Wie ich 12 war, waren wir in Tunesien auf Urlaub und da bin ich von einem Mitarbeiter von diesem Hotel vergewaltigt worden", sagt er. "Ich habe Todesangst gehabt", schildert er das Erlebte und geht im Gespräch ins Detail.
Erst Jahre später sei die Erinnerung wieder hochgekommen. In seinen 30ern hätte er durch eine Umstellung seines Lebens das Verdrängte wieder vor Augen gehabt und gelernt, damit umzugehen: "Heute kann ich mir das ganz pragmatisch vor Augen führen, und sagen, ok, das war so. Der Schmerz ist auch weg – aber weil ich es verarbeitet habe."
Besonders die knallharte Reaktion seines Vaters, dem er sich damals anvertraut hatte, habe ihn lange geprägt: "Er hat mir gesagt, ja selber schuld, wennst so gehst wie a Woama." Mittlerweile sei er aber an einem Punkt angekommen, an dem er die Zeit verarbeitet habe und sich selbst nicht mehr die Schuld für die Situation gebe.
Seine frühere Abneigung gegenüber homosexuellen Männern kann Gregory inzwischen reflektieren. "Ich habe immer eine Aversion gehabt, gegen Schwule", erzählt er. Die Ursache sei ihm lange nicht klar gewesen: "Und dann kriegst du auf einmal die Erklärung vor deine Augen gespannt. Dann dachte ich, ok, jetzt weiß ich, woher das kommt – jetzt kann ich damit dealen, jetzt muss ich das einordnen."
Heute habe sich sein Verhältnis dazu grundlegend verändert. Mittlerweile hätte er sogar queere Menschen in seinem engsten Freundeskreis und kein Problem mehr mit Homosexuellen.
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Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Auch die Gewalt seines Vaters gegen ihn und seine Mutter habe er durch Meditation wieder aufgearbeitet. Gregory will den familiären Gewaltkreislauf selbst durchbrechen und engagiert sich deshalb unter anderem aktiv gegen Gewalt an Frauen, unter anderem bei einem jährlichen Fußball-Charityevent für Hilfsorganisationen.