Griechenland greift durch: Privilegien für Geimpfte

Nun räumt Griechenland Geimpften gewissen Privilegien ein. (Im Bild: Menschen in einer Bar in Athen)
Nun räumt Griechenland Geimpften gewissen Privilegien ein. (Im Bild: Menschen in einer Bar in Athen)Angelos Tzortzinis / dpa / picturedesk.com
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die Impfung wohl die wichtigste Waffe. Nun räumt Griechenland Geimpften gewissen Privilegien ein.

Die Corona-Impfung soll den Weg zurück zur Normalität ebnen. Dass der Impffortschritt mit niedrigen Zahlen einhergeht, sieht man hierzulande. Zuletzt wurden in Österreich lediglich 29 Neuinfektionen verzeichnet – ein neuer Tiefstwert.

Auch in Griechenland entwickelt sich die Corona-Lage relativ stabil. Nun möchte die Regierung aber weitere Fortschritte erzielen. Bis Ende Juli sollen rund 60 Prozent der insgesamt elf Millionen Bürger geimpft sein. Besonders die Jungen sollen mobilisiert und zur Impfung verleitet werden. 

Um den 940.000 jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren die Immunisierung schmackhaft zu machen, soll es für jene einen Impf-Bonus geben. 150 Euro in Form einer Bezahlkarte werden dafür pro Nase vom Staat locker gemacht, "Heute" berichtete. 

Privilegien für Geimpfte

Jene, die dieses Angebot aber nicht zur Impfung bewegt, könnte eine am Dienstag von der griechischen Regierung angekündigte Maßnahme umstimmen. Ab 15. Juli wird es für Vollimmunisierte nämlich Privilegien geben. So dürfen ab diesem Stichtag nur Geimpfte in Stadien gehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske bleibt aber dennoch weiter bestehen. 

Weiters wurde bekannt gegeben, dass künftig Gastronomen, Kultur- und Freizeitbetriebe selbst entscheiden dürfen, ob sie nur Geimpfte zulassen oder aber "gemischte Räumlichkeiten" einrichten, mit entsprechend weniger Gästen. 

Zwei Optionen für Gastronomie

Wie das Ministerium präzisierte, werde man zwischen zwei Optionen differenzieren:
➤ Räumlichkeiten, in denen nur vollständig Geimpfte und Genesene zugelassen seien, oder
➤ "Gemischte Räume", die auch von ungeimpften Menschen besucht werden könnten, allerdings unter Nachweis eines negativen Tests.

Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, Restaurants und Cafés könnten darüber selbst entscheiden. Im Gegensatz dazu können Geschäfte (Supermärkte und Apotheken etwa) auch weiterhin von allen besucht werden. 

 Das Tragen einer Maske bleibt hier aber weiterhin verpflichtend.

Ebenso wurde erläutert, dass entsprechend der neuen Regeln jeder Gastronomie-, Kultur- und Unterhaltungsbetrieb künftig angeben muss, ob er ausschließlich Geimpfte empfängt. Der Betrieb darf dann bis zu 85 Prozent seiner Plätze belegen. Werden auch getestete Menschen empfangen, so dürfen die Kapazitäten nur zu 50 Prozent ausgeschöpft werden.

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