Die Krankenstandszahlen in Niederösterreich gehen zurück: Laut aktuellen Daten der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) waren in der Kalenderwoche 44 insgesamt 39.273 Versicherte krankgemeldet. Das sind um 6.158 weniger als in der Vorwoche, als noch 45.431 Menschen im Krankenstand waren. Das entspricht einem Rückgang von rund 13,6 Prozent.
Besonders häufig sind weiterhin grippale Infekte. In Niederösterreich wurden in der Kalenderwoche 44 insgesamt 7.003 entsprechende Fälle registriert. In der Woche davor waren es noch 9.547 gewesen. Auch die Zahl der Influenza-Erkrankungen ging von 110 auf 89 zurück. Bei den gemeldeten Corona-Erkrankungen gab es hingegen kaum eine Veränderung: Nach 50 Fällen in der Vorwoche wurden zuletzt 47 registriert.
Auch österreichweit zeigt sich ein deutlicher Rückgang. Waren in Kalenderwoche 43 noch 260.689 Menschen krankgemeldet, sank diese Zahl in der darauffolgenden Woche auf 219.978. Das entspricht einem Minus von rund 15,6 Prozent.
Insgesamt wurden österreichweit 43.535 grippale Infekte, 611 Influenza-Fälle und 342 Corona-Erkrankungen erfasst. Eine Woche zuvor waren es noch 59.887 grippale Infekte, 740 Influenza- und 397 Corona-Fälle gewesen.
Die Zahlen beziehen sich auf bei der ÖGK versicherte Arbeitnehmer sowie Arbeitslosengeldbezieher. Versicherte anderer Sozialversicherungsträger sind darin nicht enthalten.
Trotz der sinkenden Krankenstandszahlen warnt die ÖGK davor, die bevorstehende Grippesaison zu unterschätzen.
"Die Krankenstandszahlen sind im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen. Dennoch ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich vor der kommenden Grippesaison zu schützen", erklärt ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter.
Die Influenza-Impfung könne das Risiko einer Erkrankung reduzieren. "Die kostenlose Impfung steht mit altersgerechten Impfstoffen für alle Altersgruppen zur Verfügung: für Kinder, Erwachsene bis 59 Jahre und Menschen ab 60 Jahren", betont Krauter.
Bei den Corona-Zahlen ist laut ÖGK zu berücksichtigen, dass seit Juli 2023 keine Meldepflicht mehr besteht und deutlich weniger getestet wird. Die tatsächlich vorhandenen Infektionen könnten daher höher liegen, als die registrierten Zahlen vermuten lassen.