Nach schweren Vorwürfen gegen den Wilhelmsburger FPÖ-Sozialstadtrat und Landtagsabgeordneter Christian Brenner meldet sich der Politiker nun zu Wort. Wie berichtet, werfen ihm drei Spieler des ASK Wilhelmsburg vor, sie in einem Lokal rassistisch und aufgrund einer ihnen zugeschriebenen Religionszugehörigkeit beleidigt zu haben – "Heute" berichtete hier.
Der Verein reagierte mit einem Platzverbot für den Politiker. Nun nimmt Brenner gegenüber "Heute" Stellung.
"Ich schätze die Arbeit des ASK Wilhelmsburg und weiß, was im Verein geleistet wird. Ich will nicht, dass eine alkoholisierte Angelegenheit, an der ich nicht alleine beteiligt war, jetzt auf dem Rücken des Vereins ausgetragen wird", erklärt Brenner.
Der FPÖ-Politiker zeigt sich dabei auch selbstkritisch: "Ich stehe deshalb nicht an, mich für mein Verhalten zu entschuldigen."
Gleichzeitig richtet Brenner aber auch eine Forderung an den Verein und die betroffenen Fußballer: "Gleichzeitig wünsche ich mir von Seiten des Vereins und den betroffenen Spielern, dass man die ganze Sache ehrlich schildert."
Laut Brenner seien in der betreffenden Nacht mehrere Personen aufgrund ihres Verhaltens aus dem Lokal verwiesen worden. "Ich gehörte nicht dazu", betont der Sozialstadtrat.
Brenner will die Angelegenheit nun offenbar im direkten Gespräch klären. "Mit dem Vereinsvorstand bin ich in Kontakt und habe eine persönliche Aussprache angeboten, auch mit den betroffenen Spielern", erklärt der FPÖ-Politiker.
Nach dem Fußballspiel gegen Neulengbach am 24. Oktober hatten drei Spieler des ASK Wilhelmsburg ein Lokal besucht. Dort soll es nach dem Abspielen eines serbischen Liedes zu den mutmaßlichen rassistischen und religionsbezogenen Beleidigungen durch Brenner gekommen sein. Laut Verein bestätigte auch ein anwesender Kellner die Schilderungen der Spieler.
Der ASK Wilhelmsburg verurteilte die geschilderten Äußerungen und verhängte ein Platzverbot gegen den Politiker. Brenner war für eine erste Stellungnahme zunächst telefonisch nicht erreichbar gewesen. Nun liegt seine Reaktion vor.