Ärger um serbisches Lied

Rassismus-Vorwurf – Platzverbot für FPÖ-Politiker

Drei Fußballer werfen einem FPÖ-Stadtrat rassistische Beleidigungen vor. Ihr Wilhelmsburger Verein reagiert jetzt mit einem Platzverbot.
02.11.2026, 09:58
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Schwere Vorwürfe gegen den Wilhelmsburger Sozialstadtrat Christian Brenner (FPÖ): Drei Spieler des ASK Wilhelmsburg sollen nach einem Fußballspiel in einem Lokal rassistisch beleidigt worden sein. Der Verein reagierte nun mit einer deutlichen Stellungnahme und sprach gegen den Politiker ein Platzverbot für die Sportanlage aus.

Serbisches Lied soll Auslöser gewesen sein

Der Vorfall soll sich nach dem Spiel gegen Neulengbach am 24. Oktober 2026 ereignet haben. Drei Spieler des ASK Wilhelmsburg besuchten anschließend ein Lokal in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten). Dort soll es zu den mutmaßlichen Beschimpfungen gekommen sein.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Laut einer Facebook-Stellungnahme des Vereins soll Sozialstadtrat Christian Brenner die drei Fußballer mehrfach rassistisch und aufgrund einer ihnen zugeschriebenen Religionszugehörigkeit beleidigt haben. Auslöser soll ein serbisches Lied gewesen sein, das sich die Spieler gewünscht hatten und das im Lokal abgespielt wurde.

Das wirft Verein dem Politiker vor

Konkret heißt es: "Nach dem Spiel gegen Neulengbach am 24. Oktober 2026 besuchten drei unserer Spieler ein Lokal in Wilhelmsburg. Nach ihren Schilderungen wurden sie dort von Sozialstadtrat Christian Brenner mehrfach rassistisch und aufgrund einer ihnen zugeschriebenen Religionszugehörigkeit beleidigt. Anlass soll ein von ihnen gewunschenes und im Lokal abgespieltes serbisches Lied gewesen sein. Auf Nachfrage bestätigte uns auch der anwesende Kellner die Schilderungen unserer Spieler."

Das Posting im Wortlaut

Der Verein beruft sich dabei nicht nur auf die Schilderungen seiner Spieler. Auch ein anwesender Kellner habe die Vorwürfe auf Nachfrage bestätigt, heißt es in dem Posting.

Verein spricht Platzverbot aus

"Die geschilderten Äußerungen verurteilen wir entschieden. Niemand darf wegen seiner Herkunft, Sprache oder Religion beleidigt, herabgewürdigt oder ausgegrenzt werden", stellt der Vorstand des ASK Wilhelmsburg klar.

Landtagsabgeordneter und Stadtrat Christian Brenner
FPÖ Niederösterreich

Gerade von einem Sozialstadtrat erwarte man einen respektvollen Umgang mit allen Menschen und ein Bewusstsein für seine Vorbildwirkung.

Der Verein stellt sich geschlossen hinter seine Spieler und zieht Konsequenzen: "Die geschilderten Beleidigungen können und wollen wir nicht hinnehmen. Als Konsequenz sprechen wir Herrn Christian Brenner ein Platzverbot für unsere Sportanlage aus."

Stadtrat vorerst nicht erreichbar

In seiner Stellungnahme betont der ASK Wilhelmsburg zudem, dass Rassismus, Homophobie, Beleidigungen und Gewalt auf der Sportanlage nicht toleriert würden. Als Verein trage man insbesondere gegenüber Kindern und Jugendlichen Verantwortung und wolle Respekt und Zusammenhalt vorleben.

Christian Brenner war für "Heute" telefonisch vorerst nicht erreichbar. Eine Stellungnahme des Sozialstadtrats zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen lag damit zunächst nicht vor. Es gilt die Unschuldsvermutung.

red, Akt. 02.11.2026, 09:59, 02.11.2026, 09:58